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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Das plant Herzog in alter Heimat

10.10.2019

Wien Fliegende Flaschen, zerbrochene Tische, weinende Spieler: Andreas Herzog hatte seinem Frust über die knappe Niederlage im Schlüsselspiel in der EM-Qualifikation in Slowenien (2:3) freien Lauf gelassen. Knapp einen Monat später sind die Tränen seiner Spieler getrocknet. Sollten sie auch. Denn für den israelischen Fußball-Nationaltrainer und seine Profis geht es an diesem Donnerstag (20.45 Uhr) bei Herzogs Heimkehr ins Wiener Ernst-Happel-Stadion gegen Österreich um alles oder nichts.

„Das Match in Wien ist ganz klar das Spiel der letzten Chance für uns“, betonte der 51-Jährige gegenüber der österreichischen Zeitung „Die Presse“. Nach dem starken Start der Israelis mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen – unter anderem gelang ein 4:2 im Hinspiel gegen Österreich – steht Herzogs Team erheblich unter Druck.

In den vergangenen drei Partien holte Israel nur einen Punkt und liegt in der Gruppe G mit acht Zählern bereits deutlich hinter Tabellenführer Polen (13), Slowenien (11) und Österreich (10) auf Platz vier mit acht Zählern. In Sloweniens Hauptstadt Ljubljana brachte eine leichtfertig aus der Hand gegebene 2:1-Führung Herzogs Gemüt zum Brodeln. Dass er die Schuld am Tränenausbruch seiner Spieler trägt, dementierte Herzog, der einst bei Werder Bremen spielte: „Absoluter Blödsinn. Ich habe sie getröstet, sie haben von sich aus geweint“, sagte er.

„Wir haben im September eine gute Ausgangsposition verhauen, es wären deutlich mehr Punkte drin gewesen als nur der eine“, ergänzte Herzog, der genau weiß, „dass wir die letzten vier Partien gewinnen müssen, wenn wir uns qualifizieren wollen.“ Dass dieses Unterfangen schwierig wird, darüber ist sich der österreichische Rekordnationalspieler bewusst – unmöglich sei es aber nicht.

Auch wenn die Situation prekär ist. Herzog, der seit August 2018 als Chef an der Seitenlinie der israelischen Auswahl steht, genießt in seiner neuen sportlichen Heimat die volle Rückendeckung der Fans. Sein Ausraster in der Kabine und vor der TV-Kamera sei „im Großen und Ganzen positiv“ aufgenommen worden, sagte Herzog. „Ich wollte ja gar nicht emotional werden, sondern nur dagegen ankämpfen, dass gesagt wird, wir haben eh das beste Auswärtsspiel seit 20 Jahren abgeliefert.“

Und auch von der Führungsetage erhält der ehemalige Bundesligaprofi – außer für Werder war er auch für Bayern München aktiv gewesen – vollsten Zuspruch. „Wir haben im letzten Lehrgang einiges an Terrain verloren. Aber die Richtung stimmt, es geht etwas weiter. Andi macht einen hervorragenden Job“, lobte Israels Sportdirektor Willi Ruttensteiner, der aus Steyr in Oberösterreich stammt.

Der 4:2-Hinspielerfolg im März in Haifa macht Herzog, der die ÖFB-Auswahl von 2005 bis 2009 als Co-Trainer betreute, jedenfalls Mut. „Wir hatten gegen Österreich einen super Spielverlauf, so einen brauchen wir auch in Wien, so realistisch muss man sein“, sagte Herzog: „Wir sind spielstark und jederzeit in der Lage, Tore zu schießen“. Trotzdem habe Österreich „die stärkste Mannschaft in dieser Gruppe. Auch wenn Polen Erster ist.“

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