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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Von Euphorie ist Werders Trainer aktuell weit entfernt

15.07.2019

Zell Am Ziller Am Sonntagvormittag verließ der Tross von Werder Bremen sein Trainingslager in Zell am Ziller. Zum achten Mal in Folge hatten die Grün-Weißen zu einem Arbeits-Exkurs im Zillertal geweilt, das Fazit von Trainer Florian Kohfeldt fiel allerdings eher verhalten aus. Was weniger am diesmal recht kühlen und nassen Wetter sowie am fehlenden Festzelt eines Zillertaler Volksmusik-Duos lag – Kohfeldt war mit einigen Dingen des sportlichen Bereiches nicht rundum glücklich.

Werder: Pavlenka (ab 61. Kapino) - Beijmo, Groß, Friedl (ab 61. Rieckmann), Augustinsson (ab 61. Wiemann) - Sahin (ab 61. Goller) - Möhwald (ab 61. Pudic), Klaassen (ab 42. Straudi) - Osako (ab 47. Pizarro) - Bartels (ab 31. Füllkrug/ab 61. Sargent), Rashica (ab 61. Harnik).

Tore: 0:1 Herrmann (37.), 1:1 Goller (77.).

Das 1:1 nach dreimal 30 Minuten Spielzeit am Samstag gegen Zweitligist Darmstadt 98 hatte der 36-Jährige noch einkalkuliert. Schließlich sei der Gegner in der Vorbereitung auf dem Stand, den er für seinen Kader erst Anfang August erwartet. „Ich hatte da schon ein wenig Angst. Es war ein harter Test, das Unentschieden hat mich deshalb gefreut“, sagte Kohfeldt und lobte die gute Staffelung sowie das Erarbeiten etlicher Chancen. Mit deren Verwertung aber war er ebenso wenig zufrieden wie mit der Konterabsicherung und dem Verhalten der Viererkette, was unter anderem auch den Gegentreffer begünstigte.

Auch das Umschaltspiel sowie die Flanken haben dem Trainer nicht gefallen. Hinzu kamen in den zehn Tagen am Ziller personelle Probleme. Nach einem Schlag auf den Oberschenkel muss nun auch Davy Klaassen kurzzeitig aussetzen, Theodor Gebre Selassie (Kopfschmerzen) und Niklas Moisander (Adduktoren-Reizung) wurden gegen Darmstadt von vornherein geschont. Da Milos Veljkovic und Sebastian Langkamp auf Grund von Verletzungen erst gar nicht mit nach Tirol gereist waren, blieb die eingeplante Vierer-Abwehrkette komplett uneingespielt.

Zwar blieb Kohfeldt als positiv denkende Frohnatur zuversichtlich, dennoch sieht er bis zum Saisonstart noch einiges zu tun. „Ich will am ersten Spieltag gegen Fortuna Düsseldorf unbedingt gewinnen. Doch dafür muss ich die Arbeit im zweiten Trainingslager in Grassau intensivieren. Auch wenn wir gegenüber dem Sommer 2018 scheinbar bessere Voraussetzungen besitzen, so müssen wir doch kritisch bleiben. Es gilt, alles neu zu erarbeiten. Da stehe ich in der Pflicht und bin aktuell von Euphorie weit entfernt.“

Auch weil die avisierten Zugänge auf sich warten lassen. Kohfeldt ließ am Samstag durchblicken, dass es noch zwei werden sollen. „Wir wollen einen Mittelfeldspieler sowie einen rechten Verteidiger, der auch links einspringen kann.“ Der Trainer möchte rechts Gebre Selassie entlasten. „Theo ist fit, aber so viele Spiele wie vergangene Saison kann er bei seiner körperintensiven Art nicht wieder machen.“ Kohfeldt sieht den Tschechen sogar als Option für die Innenverteidigung. „Er ist kopfballstark und schnell. Dazu gibt ihm seine Erfahrung die nötige Ruhe am Ball“, erklärte Kohfeldt.

Damit dürfte sich die Verpflichtung eines weiteren Innenverteidigers zunächst erübrigt haben, auch wenn Kohfeldt sagt: „Wir sind in Teilen des Kaders sicherlich nicht so aufgestellt, wie ich mir das für ein Managerspiel wünschen würde.“ Ob Gebre Selassie ebenso wie Langkamp auch über 2020 hinaus eine Option ist, ließ Kohfeldt offen. Mit Moisander hingegen sollen zeitnah Gespräche über einen neuen Vertrag geführt werden.

Diesen besitzt im Angriff Martin Harnik bis 2021, doch eine Trennung noch in diesem Sommer scheint nicht ausgeschlossen. „Ich würde ihn gerne behalten, denn er kann in ganz bestimmten Situationen wertvoll sein. Ich muss aber in den nächsten Tagen mit ihm darüber sprechen, ob er dazu bereit ist, diese Rolle auch für sich so zu definieren. Martin kam im vergangenen Sommer mit anderen Erwartungen zu Werder, doch inzwischen ist die Konkurrenzsituation für ihn eine andere. Aktuell ist er von Einsätzen in der Start-Elf sehr weit entfernt“, erklärte Kohfeldt.

Autor dieses Textes ist Thomas Schulz. Er berichtet in diesen Tagen für die NWZ aus dem Trainingslager von Werder Bremen in Zell am Ziller (Österreich).

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