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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Warum Niklas Moisander nichts passieren darf

06.07.2019

Zell Am Ziller Mit rund einer Viertelstunde Verspätung erreichte der von Werder Bremen gecharterte Bus am Donnerstag das Posthotel in Zell am Ziller. Zum achten Mal in Folge nun schon schlägt der Fußball-Bundesligist eines seiner Sommer-Trainingslager im Zillertal (Österreich) auf. „Inzwischen ist es für uns ja ein Stück weit wie nach Hause zu kommen“, sagte Sportdirektor Frank Baumann, fügte mit einem Grinsen jedoch hinzu: „Trotzdem haben wir dieses Jahr die falsche Einfahrt zum Ort genommen.“

Zwei kurze Tests

An diesem Sonntag nimmt Werder in Zell am Ziller an einem Blitzturnier teil. Um 12.05 Uhr treffen die Bremer zunächst auf den österreichischen Erstliga-Aufsteiger WSG Tirol. Um 13.10 Uhr spielt Werder gegen den deutschen Zweitliga-Aufsteiger Karlsruher SC. Beide Partien dauern nur jeweils 2x25 Minuten. Am 13. Juli bestreiten die Bremer schließlich in Zell noch ein reguläres Testspiel, Gegner ist dann der Zweitligist Darmstadt 98.

Wegen einer Großbaustelle ist eine Zufahrtsstraße gesperrt. Zudem wird gegenüber von Werders Mannschaftsquartier ein Haus saniert. Das alles wirkt fast schon ein wenig symbolisch für die Situation der Grün-Weißen. In deren Kader muss derzeit ebenso emsig gewerkelt werden. Besonders in der Innenverteidigung. Hier steht Trainer Florian Kohfeldt auf Grund der Verletzungen von Milos Veljkovic und Sebastian Langkamp sowie ohne den wegen seiner Teilnahme an der U-21-EM mit Österreich noch im Urlaub weilenden Marco Friedl in Niklas Moisander gerade lediglich ein etatmäßiger Akteur zur Verfügung.

„Das ist natürlich besonders für die betroffenen Spieler nicht optimal. Für das Fitness-Niveau sowie taktische Elemente ist es schon wichtig, dabei zu sein. Von daher ist die Situation sicher nicht perfekt, insgesamt sehe ich aber keine großen Probleme. Da wir alle bereits die vergangene Saison zusammen gespielt haben, brauchen wir für die Abstimmung nicht so viel Zeit“, sagte Moisander.

Der Finne wird im Zillertal bis zur Ankunft von Friedl am Montag gemeinsam mit Julian Rieckmann (18), Niklas Wiemann (20) sowie Mittelfeldspieler Christian Groß (30) aus Werders Regionalliga-Kader die Innenverteidigung bilden. „Es ist nicht meine Aufgabe, Verstärkungen zu fordern. Aber ja, vielleicht sind Zugänge nötig. Immerhin haben wir die Qualifikation für die Europa League verpasst und wollen es diese Saison besser machen. Wir können nicht glauben, dass es automatisch weiter nach oben geht. Dieses Denken ist im Fußball gefährlich“, meinte Moisander.

Der Mann aus Turku warnt ob Werders mit viel Lob bedachter vergangener Saison vor einer gewissen Blauäugigkeit. Wenn Baumann und Kohfeldt tatsächlich keinen Bedarf für einen Zugang in der Innenverteidigung sehen sollten, dann ist dies nicht ohne Risiko. Langkamp wird erst im zweiten Trainingslager in Grassau (Oberbayern/26. Juli bis 2. August) zurück erwartet, Veljkovic gar die gesamte Vorbereitung verpassen. Dem in seiner Karriere des Öfteren von Verletzungen geplagten Moisander darf nichts passieren – er ist aktuell der letzte Mohikaner.

„Ich werde deshalb weder im Training noch in den Tests anders in die Zweikämpfe gehen. Trotz meines Alters fühle ich mich fit und habe den Anspruch, alle Saison-Spiele zu bestreiten“, erklärte Moisander. Ende September wird er 34, und Werders Zurückhaltung in Sachen Zugänge bekam mit einer weiteren Aussage von ihm Spekulationspotenzial. „Mein Vertrag läuft im nächsten Sommer aus“, verriet Moisander zur Überraschung. Allgemein war von einer Laufzeit bis 2021 ausgegangen worden. „Nein, der Vertrag beinhaltet auch keine diesbezügliche Option“, sagte Moisander am Freitag.

Gut möglich also, dass Werder mit dem 62-maligen Nationalspieler ein neues Arbeitspapier anstrebt. „In dieser Hinsicht bin ich ziemlich entspannt“, meinte Moisander: „Ich will noch nicht aufhören und weiß, dass die Verantwortlichen mich als wichtig erachten.“ Vor allem als Solist im Abwehrzentrum.

Autor dieses Textes ist Thomas Schulz. Er berichtet in diesen Tagen für die NWZ aus dem Trainingslager von Werder Bremen in Zell am Ziller (Österreich).

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