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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Osako blüht im Trainingslager auf

08.07.2019

Zell Am Zillmer Vor den Kameras hielt sich Florian Kohfeldt noch zurück. „Es war klar zu erkennen, dass der Gegner auch gewinnen wollte“, sagte der Trainer von Werder Bremen zu der Szene, die das Testspiel gegen die WSG Wattens für Theodor Gebre Selassie schon in der ersten Minute beendet hatte. Nach einem rüden Einsatz von Felix Adjei musste der Tscheche mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ausgewechselt werden.

Im engeren Pressekreis platzte es aus Kohfeldt schließlich heraus. „Nach nur 20 Sekunden da so rein zu springen, als wären wir in einem WM-Finale, ist eine Frechheit gewesen und dann entschuldigt er sich noch nicht mal. Wenn Theo in die Werbebande gekracht wäre, dann hätte noch viel mehr passieren können“, echauffierte sich der 36-Jährige.

Inzwischen konnte Werders medizinische Abteilung dem Trainer eine leichte Entwarnung geben. „Es scheint gut gegangen zu sein. Die typischen Symptome einer Gehirnerschütterung sind nicht aufgetreten. Theo hat sich weder übergeben müssen, noch hat er Kopfschmerzen“, sagte Kohfeldt. Seine Furcht vor einem weiteren Ausfall beim bereits ausgedünnten Abwehrpersonal war groß und sie ist berechtigt. Im zweiten 50-Minuten-Test gegen den Karlsruher SC nämlich musste die lediglich durch Martin Harnik und Josh Sargent verstärkte zweite Garde beim 0:3 mächtig Lehrgeld zahlen. „Wir waren klar unterlegen, aber das habe ich bewusst in Kauf genommen. Ich wollte die Jungs einem Stresstest unterziehen“, erklärte Kohfeldt.

Für die Vorbereitung auf die Bundesliga erachtete der Trainer dieses Spiel daher auch als nicht relevant. Für ihn waren die 50 Minuten gegen die WSG Wattens wichtig. Für das Duell mit dem österreichischen Erstliga-Aufsteiger aus Tirol hatte Kohfeldt im Vorfeld gar unmissverständlich einen Sieg gefordert und sein Team lieferte diesen durch einen Treffer von Yuya Osako in der 44. Minute zum 1:0. „Ich bin sehr zufrieden. Das Tempo war für diesen frühen Zeitpunkt in der Vorbereitung bereits sehr hoch“, meinte Werders Coach und begründete dies auch mit dem guten Fitnesszustand seiner Spieler: „Wir hatten bei keinem Akteur nach dessen Urlaub an seinen leistungsdiagnostischen Werten etwas auszusetzen. Damit können wir nun schneller auf die zweite Ebene gelangen.“

Bei einem war dies gegen Wattens besonders auffällig. Osako ragte vor allem in den zweiten 25 Minuten heraus. Der Japaner zeigte sich flink, setzte seine Mitspieler gekonnt in Szene und erzielte nach einer Ecke von Nuri Sahin schließlich per Kopf auch das entscheidende Tor. „Yuya war sehr stark, er macht einen exzellenten Eindruck“, sagte Kohfeldt. Dessen Wertschätzung für Osako war schon vor einem Jahr enorm. Jetzt aber scheint der 29-Jährige die in ihn gesetzten Erwartungen endlich auch so richtig erfüllen zu können.

Durch seine WM-Teilnahme wirkte Osako in der vergangenen Saison bereits in der Hinrunde müde. Im Januar folgte dann noch die Asien-Meisterschaft, von der der Angreifer nicht nur verletzt sondern auch endgültig ausgelaugt zurückgekehrt war. „Nun hatte er vier Wochen Urlaub und das merkt man ihm an. Yuya wirkt richtig frisch, zudem sind Umzug nach Bremen sowie Eingewöhnung in der neuen Stadt weggefallen“, erklärte Kohfeldt. Anders als beim Test im Zillertal sieht er seinen Lieblingsschüler allerdings nicht auf außen. „Seine Stärken liegen im Zentrum. Dort kann er als Achter, Zehner oder Stoßstürmer agieren.“ Und treffen.

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