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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Bartels arbeitet hart für alte Form

09.07.2019

Zillertal Am fünften Tag des Trainingslagers im Zillertal gönnte Florian Kohfeldt seinen Fußballern eine kleine Verschnaufpause. Der Trainer von Werder Bremen bat am Montag lediglich zu Regenerationsübungen in die Gymnastikhalle am Parkstadion von Zell am Ziller.

Der Nachmittag stand den Spielern dann sogar zur freien Verfügung. Für Fin Bartels die Chance, ins acht Kilometer entfernte Mayrhofen zu fahren? Immerhin befindet sich dort sein ehemaliger Verein FC St. Pauli ebenso im Trainingslager. „Nee, ich bleibe lieber im Hotel. Bei Pauli kenne ich doch nur noch Robin Himmelmann und Jan-Philipp Kalla. Meine Zeit in Hamburg ist ja nun schon seit fünf Jahren vorbei“, sagte Bartels.

Immerhin denkt der Angreifer noch recht gern an seine vier Spielzeiten beim Kult-Club vom Kiez zurück. Ganz im Gegensatz zu jenem verhängnisvollen 9. Dezember 2017, den er nur zu gern komplett aus seinem Gedächtnis löschen würde. Damals blieb Bartels beim Zweikampf gegen den Ex-Bremer Sokratis mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen des Westfalenstadions in Dortmund liegen und musste nach einer Behandlung schließlich vom Platz getragen werden. Einen Tag später folgte die bittere Diagnose: Achillessehnenriss. Erst wurde eine Ausfallzeit von sechs Monaten prognostiziert, es wurden fast 15 und nach vier Teilzeit-Einsätzen Mitte März fiel Bartels bis Saison-Ende erneut aus.

Insgesamt 506 Tage mit 57 Pflichtspielen war der gebürtige Kieler außer Gefecht gesetzt. Eine falsche Behandlung soll es seiner Aussage nach allerdings nicht gegeben haben. „Nein, es wurden keine Fehler gemacht. Ich war ja im August, September 2018 schon wieder so weit. Dann hat es jedoch Rückschläge gegeben“, erklärte Bartels.

Nach zwei Bundesliga-Spielen sowie zwei Partien bei der U 23 in der Regionalliga Nord mit insgesamt 153 Minuten Einsatz-Zeit wurde bei ihm ein Muskelfaserriss in den Adduktoren diagnostiziert. „Muskuläre Folgeprobleme sind nach einer derart schwerwiegenden Verletzung normal. Ich habe die Belastung nicht sofort vertragen und daher hat es sich eben leider gezogen“, sagte Bartels.

Seit 1. Juni ist der 32-Jährige wieder komplett gesund geschrieben, hat in der spielfreien Zeit individuell gearbeitet und will nun wieder angreifen. „Ich steigere die Belastung stetig, um zum Saisonstart voll da zu sein“, sagte Bartels im Werder-Teamhotel in Zell am Ziller. Am Sonntag erfüllte ihm der Trainer den Wunsch nach einem Einsatz im Test gegen die WSG Wattens. 25 Minuten durfte er sich auf der rechten Außenbahn austoben und erhielt im Anschluss ein Lob vom Chef. „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung von Fin. Er hat gute Läufe in die Tiefe gemacht und sein Näschen bewiesen, dem Gegner den Ball zu stibitzen“, sagte Kohfeldt.

Für den 36-Jährigen ist Bartels quasi ein Kader-Zugang. Dessen kongenialer Angriffspartner Max Kruse ist inzwischen zu Fenerbahce Istanbul gewechselt. „Er wird fehlen, aber nicht nur wegen ihm ist viel Positives passiert. Werder hat einen großen Qualitätssprung gemacht und es war nicht einfach, diesen nur von der Tribüne aus beobachten zu können“, sagt Bartels.

Ab August möchte Bartels wieder mittendrin statt nur dabei sein, zumal der Vertrag im nächsten Juni endet. „Ich will weiter machen, auch wenn ich sicher nicht wie Claudio Pizarro noch mit 41 spielen werde“, so Bartels. Ob er bei Werder bleibt oder vielleicht in seiner Heimatstadt bei Holstein Kiel anheuern könnte, wird die Zukunft zeigen – seine ganze Kraft gilt nach der schweren Verletzung nun der Gegenwart. „Ich bin noch lange nicht fertig, es geht noch einiges.“

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