• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Ex-Oldenburger Kai Pröger genießt Höhenflug

21.02.2019
Frage: Herr Pröger, wir haben zwar schon Mitte Februar, aber - sind Sie gut ins neue Jahr gekommen?
Kai Pröger (26): (lacht) Ja, auf jeden Fall, das hätte für mich nicht viel besser laufen können.
Frage: Sie sind im Januar kurzfristig vom Regionalligisten Rot-Weiß Essen zum Zweitligisten SC Paderborn gewechselt und haben dort direkt in den ersten fünf Spielen drei Tore erzielt. Das hatten Sie sich so am Silvesterabend wohl eher nicht als Vorsatz formuliert.
Pröger: Da habe ich noch gedacht, dass wir uns zum Sommer einig werden und hatte mich darauf gefreut und wusste aber auch, dass noch viel passieren kann bis dahin. Dass das dann aber innerhalb von nur ein paar Tagen doch noch mit dem Wechsel zur Rückrunde geklappt hat, war für mich persönlich überragend. Es freut mich sehr, dass es so gelaufen ist.
Frage: Wie fühlt man sich als Zweitliga-Torschütze?
Pröger: Es fühlt sich auf jeden Fall sehr gut an – wie immer eigentlich, wenn man Tore schießt, egal in welcher Liga. Zudem habe ich mir sehr gewünscht, im DFB-Pokal zu treffen. Dass das jetzt mit dem SC Paderborn direkt im ersten Spiel geklappt hat, ist schon etwas Besonderes für mich.
Frage: Wie groß ist der Unterschied zwischen Regionalliga und 2. Bundesliga?
Pröger: Ich merke das am meisten am Tempo. Man hat viel weniger Zeit, sich zu orientieren. In der 2. Bundesliga geht alles viel schneller, es sind plötzlich immer Verteidiger da. Ich musste schnell lernen, schon vor der Ballannahme zu gucken: wo bin ich und wo stehen die Gegenspieler? Wenn man in der Regionalliga den Ball bekommt, kann man oft losmarschieren, das ist in der 2. Liga nicht mehr möglich. Wenn man sich da nicht vorher orientiert, hat man kaum eine Chance, weil im Rücken jemand kommt und einem den Ball abnimmt. Das Tempo ist deutlich höher.
Frage: Nun hat die „Neue Westfälische“ Sie schon als „Paderborns neuer Wirbelwind“ betitelt. Sie scheinen mit hohem Tempo also ganz gut zurechtzukommen…
Pröger: Mir kommt die Spielphilosophie vom Verein auch entgegen: Schnelles Umschalten, aggressives Gegenpressing und Attackieren, das ist genau das, was mich stark macht. Das kommt mir extrem entgegen. Klar, man muss sich auch umgewöhnen und neue Sachen lernen, aber da Paderborn genau mein Spiel spielt, habe ich nicht so große Probleme, mich einzufinden. Und die Jungs aus der Mannschaft machen es mir auch einfach, sie helfen mir, wo sie können und haben mich vom ersten Tag an gut aufgenommen.
Frage: Was hat sich als Fußball-Profi für Sie geändert?
Pröger: Einiges, man trainiert noch häufiger und intensiver als in der Regionalliga. Und bei Auswärtsspielen kann es auch mal sein, dass man zwei oder drei Tage da ist, wo man spielt. Mindestens die Nacht vor dem Spiel.
Frage: Und im Alltag?
Pröger: Sonst hat sich aber nicht so viel geändert, ich habe meine Freizeit und mache da die gleichen Sachen wie vorher auch.
Frage: Sie waren von 2013 bis 2014 beim VfB Oldenburg – gemeinsam mit Lucas Höler und Trainer Alexander Nouri. Beide haben es in die Bundesliga geschafft, Höler spielt seit 2018 beim SC Freiburg, Nouri trainierte von 2016 bis 2017 die Profis von Werder Bremen. Sie spielen nun in der Zweiten Liga. Ist das Zufall?
Pröger: Wir hatten schon eine richtig geile Truppe in Oldenburg. Da waren viele talentierte Spieler, und auch von der Mannschaft hat das super gepasst. Aber irgendwann schlägt eben jeder seinen eigenen Weg ein, einige legen das Augenmerk eher auf den Job, die anderen versuchen weiter, im Fußball höher zu kommen. Bei Luci und Alex hat es schneller geklappt. Ich habe noch einen Umweg genommen.
Frage: Haben Sie noch Kontakt?
Pröger: Ja, wir haben heute noch eine Gruppe und schreiben regelmäßig, das gibt’s ja auch nicht so oft. Die Jungs sind echt super, verfolgen meine Spiele und schreiben dann auch mal.
Frage: Wer ist denn noch in der Gruppe?
Pröger: Die ganze Mannschaft eigentlich, nur ein oder zwei sind mal ausgetreten. Wir haben auch vor, uns noch einmal wiederzutreffen.
Frage: Führt Ihr Weg auch noch in die Bundesliga?
Pröger: Ich bin gerade froh, da zu sein, wo ich jetzt bin. Ich fühle mich megawohl hier und möchte hier erst einmal richtig Fuß fassen und mich behaupten. Alles andere wird sich mit der Zeit zeigen.
Frage: Von der Zukunft nochmal in die Vergangenheit: Sie haben beim Heidmühler FC gelernt, wie auch Sebastian Polter, der nun bei Union Berlin in der 2. Bundesliga spielt. Kennen Sie sich persönlich?
Pröger: Ja klar, wir sind zusammen aufgewachsen und haben das Fußballspielen zusammen angefangen. Sebastian Polter – oder wie wir ihn alle genannt haben: Awi – war früher Torwart, hat früher von hinten den Ball gerne mal mitgenommen und nach vorne gedribbelt. Wir haben uns nach meiner Oldenburger Zeit in Mainz nochmal getroffen, da war ich in der U23 und er bei den Profis. Und jetzt sehen wir uns hoffentlich bald auf dem Platz wieder – wenn wir gegeneinander spielen.
Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2032
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.