Rodenkirchen - Wer seinen Geburtstag groß feiern möchte, der lädt viele Gäste ein. So auch die Gemeinde Stadland, die am Sonnabend anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens ein Bürgerfest veranstaltet hat. Bei bestem Wetter gab es für die zahlreichen Besucher eine Menge zu entdecken und auszuprobieren. Unter dem Motto „50 Jahre – Gemeinsam in Bewegung“ konnten sich Vereine und andere Einrichtungen auf dem Marktplatz präsentieren. Die Eröffnung nahm Bürgermeister Harald Stindt gemeinsam mit der Pfarrerin Birgit Faß vor. Doch welche Gebiete gehören überhaupt zu Stadland? Mithilfe des Publikums setzten Harald Stindt und Birgit Faß ein Puzzle aus den einzelnen Teilen der Gemeinde zusammen. „Die Gemeinde ist eine bunte Vielfalt“, sagte der Bürgermeister, „darüber sind wir glücklich und das feiern wir.“
Gäste aus Frankreich
Besonders begrüßte Harald Stindt die Gäste aus der französischen Partnergemeinde Petit Caux, die extra zu dem Fest angereist waren. Am Stand des Freundeskreises boten sie Crêpes, Käse, Wein und das Boule-Spiel an. Insgesamt waren 42 Stände im Bereich des Marktplatzes aufgebaut. Langeweile konnte angesichts dieser Vielfalt nicht aufkommen.
Das Familien- und Kinderservicebüro mit den Tagesmüttern hatte verschiedene Spiele für Kinder vorbereitet. Ein großes Mühle-Spiel und Filzen gab es am Stand der Seefelder Mühle. Beim Weltladen waren fair gehandelte Waren zu bekommen. Einen Luftballonkünstler und Eis, das für einen guten Zweck verkauft wurde, hatte die Firma Computer Mack organisiert. Der MC Rodenkirchen hatte zahlreiche Motorräder aufgefahren und bot Grillwurst an. Bei der DLRG konnten die Rettungsboote „Roland“ und „Waterkant“ in Augenschein genommen werden.
Historische Ansichten
In der Hengsthalle war ein von Herbert Steffens angefertigtes Modell zu sehen, das den Ort Schwei von 1941 darstellt. Historische Ansichtskarten präsentierte Manfred Hadeler. Die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde zeigten verschiedene Einsatzfahrzeuge und luden zu einem Wasser-Geschicklichkeitsspiel ein. Tore galt es am Stand des Stationären Hospiz’ für die Wesermarsch zu schießen. Spiel-, Bastel- und Spaßmöglichkeiten in diversen Variationen gab es auch an den Ständen der Dorfgemeinschaft Absen, des Bronzezeithauses, des Bürgervereins Achterdorp, der Dorfgemeinschaft Seefeld, des Dartclubs Steelfire Seefeld, des Bürgervereins Schwei und der evangelischen Kirche. Einen Einblick in die Sportart Bogenschießen bot der Seefelder TV gemeinsam mit dem SV Kleinensiel. Hier durfte aus Sicherheitsgründen jedoch nur zugeschaut werden.
Wer ein Frucht-Getränk haben wollte, konnte mit Muskelkraft ein Smoothie-Rad am Stand des TuS Schwei betreiben. Das ließ sich auch Bürgermeister Harald Stindt nicht nehmen und trat ordentlich in die Pedale, um am Ende einen leckeren Saft zu genießen. Die Johanniter stellten Musikinstrumente zum Ausprobieren zur Verfügung und luden zum Dosenwerfen ein.
Mit einem Infomobil war die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) vor Ort und klärte darüber auf, was mit dem Atommüll passiert, bis ein Endlager fertiggestellt ist. Die BGZ hatte auch zwei Hüpfburgen gesponsort. Die Entsorgungsgesellschaft GIB Wesermarsch GmbH, der CDU-Ortsverband, die Touristikgemeinschaft Wesermarsch sowie der Senioren- und Behindertenbeirat der Gemeinde waren ebenfalls mit Infoständen vertreten.
Musik und Tänze
Im großen Sitzungssaal konnten die Besucher im Bürgercafé der Schlaganfallgruppe ein wenig Ruhe finden. Ferner gab es im Rathaus eine Bastelstation der Kindertagesstätte Lüttje Lüü und eine Bilderausstellung „50 Jahre Gemeinde Stadland“. Die Bücherei und auch das Einwohnermeldeamt waren geöffnet. Vom Marktplatz aus bot der Bürgerbus plattdeutsche Touren an. Historisches wurde von den Mühlenflüsterern auf den Stufen des Rathauses geboten. Für musikalische Unterhaltung sorgten die Rodenkircher Line Dancer, die an diesem Tag ihren ersten Auftritt hatten, der Chor der Seefelder Mühle und der Shantychor Rodenkirchen.
Das Smoothie-Rad am Stand des TuS Schwei probierte auch Bürgermeister Harald Stindt einmal aus. Bild: Kerstin Seeland
Bei den Wasserspielen der Feuerwehr konnten Kinder ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Bild: Kerstin Seeland
Die Line Dancer aus Rodenkirchen hatten beim Bürgerfest ihren ersten Auftritt. Bild: Kerstin Seeland
