Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Phil Pankrath aus Rodenkirchen Wie ein Weltreisender in Australien gutes Geld verdient

Phil Pankrath
Phil Pankrath lehnt in Westaustralien an einem Kleinlaster.

Phil Pankrath lehnt in Westaustralien an einem Kleinlaster.

Phil Pankrath

Rodenkirchen/Kellerberrin - Für jeden Rucksackreisenden ist Australien das Mekka und meistens besonders für frische Abiturienten der perfekte Start, um auf das erste eigene Abenteuer zu gehen. Die meisten werden vermutlich eher zum Reisen in dieses Land kommen und sich mit Arbeit nur gerade so über Wasser halten, wie es eben nötig ist, denn so schnell wie man sein Geld hier ausgibt, so einfach ist es auch, in Australien zu verdienen.

Ein Sehnsuchtsland

Australien ist ein Sehnsuchtsland: Wüste im Outback so weit das Auge reicht, tropische Wälder, lange Strände, brandende Ozeane, jede Menge Abenteuer und dazu überaus gelassene Australier. Während beinahe jede große Stadt und fast jedes Highlight im Osten liegt, wird der Westen oft ganz übersehen. Abgesehen von der Metropole Perth muss man oft Hunderte Kilometer mit dem Auto zurücklegen, um in die nächste Stadt zu gelangen, ohne eine Menschenseele zu treffen.

Australischer Winter

Für mich ist einer meiner größten Träume, mit einer Begleitung in einem Van die Westküste entlangzufahren und Sonnenuntergänge an einsamen Stränden zu bewundern, aber bevor ich wieder zu träumen anfange: Ich bin ja nicht zum Reisen nach Australien gekommen. Meine Mission lautet Geld verdienen, so viel wie möglich und das um jeden Preis.

Aus diesem Grund ist meine Entscheidung auf Westaustralien gefallen, denn hier sind die Lebensunterhaltskosten niedriger, und es gibt so gut wie keine Backpacker momentan, was wiederum bedeutet: Es ist einfach, sehr gut bezahlte Jobs zu finden. Aber kein Wunder, dass hier im Winter mit 12 bis 15 Grad bei Dauerregen kein Reisender herkommt.

Eine Besonderheit gibt es in Perth zu erwähnen: Es ist die Stadt, von der aus die Arbeiter in die größten Minen ins Inland geflogen werden. Australien zählt zu den rohstoffreichsten Ländern der Welt und besitzt die weltgrößten Vorkommen an Uran, Zink, Eisenerz, Kohle, Kupfer und Gold.


In den Minen wird das große Geld verdient, und es besteht die einmalige Chance, ausschließlich durch die Pandemie hervorgerufen und den Mangel an Backpackern, derzeit an einen der begehrten Minenjobs zu gelangen.

Zuerst zieht es mich bereits einen Tag nach meiner Landung ins Outback. Rund drei Stunden mit dem Zug von Perth entfernt liegt die weitgehend verlassene Kleinstadt Kellerberrin mit weniger als 1000 Einwohnern. Hier schlafe ich kostenlos in einem Container zusammen mit einer Gruppe philippinischer Gastarbeiter und arbeite als Metallbauer bei einer Firma, die Getreidesilos herstellt. Mit 32 australischen Dollar die Stunde, was 21,5 Euro entspricht, und einem kostenlosen Schlafplatz kein schlechter Start, wenn man die geringe Steuer von nur 15 Prozent bedenkt.

Ein neuer Job

Dank der Tipps einiger Freunde bewerbe ich mich gleichzeitig in den Minen als Mechaniker und bekomme einige Tage später eine Job-Einladung, für die ich jedoch bestimmte Schulungen abschließen muss, und so kündige ich nach nur fünf Tagen meinen ersten Job und sitze bereits voller Hoffnung im Zug zurück in die Stadt.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham