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Abenteuer Weltreise Rodenkircher Phil Pankrath verdient mit australischer Eisenmine gutes Geld

Phil Pankrath
Riesige Maschinen wie dieser Muldenkipper helfen bei der Ausbeutung der Rio-Tinto-Eisenmine in Westaustralien.

Riesige Maschinen wie dieser Muldenkipper helfen bei der Ausbeutung der Rio-Tinto-Eisenmine in Westaustralien.

Phil Pankrath

Rodenkirchen - Vier Monate ist mein Kalender nun ununterbrochen gefüllt, die Realität in einer zivilisierten Welt ist fast nur noch eine verschwommene Fantasie, eine Art Fata Morgana am Ende des Minenstaubs. Ein Blick auf meinen ehemaligen Reiserucksack verrät, es ist an der Zeit den Staub abzutragen und aus den Eisenminen von Rio Tinto zu entfliehen.

Der heißeste Ort

Das Projekt, an dem ich arbeite, ist auch nahezu fertig. Ein Projekt geht über viele Monate, in denen man vor der Inbetriebnahme übertage die Infrastruktur der Mine aufbaut, wie zum Beispiel die Maschinen, die die Gesteine mahlen, oder die Förderbänder, die sie dann weiter zu den Zügen transportieren.

Seit meiner Ankunft arbeite ich im Durchschnitt 270 Stunden im Monat in den Minen, die Tagestemperaturen erreichen mittlerweile täglich steigend über 40 Grad. Der heißeste Ort Australiens befindet sich quasi um die Ecke von meiner Mine, und die höchsten Temperaturen des Jahres mit über 50 Grad stehen vor der Haustür, daher ist es allerhöchste Zeit, mal eine Pause einzulegen und das Leben wieder in vollen Zügen zu genießen.

Das Fazit nach den ersten Monaten sieht körperlich sehr gut aus, mit fast 10 Kilogramm mehr auf der Waage habe ich auch reichlich beim kostenlosen Essen zugelangt und meine Freizeit überwiegend im Fitnessstudio verbracht. Mental muss ich allerdings erst einmal durchatmen und meine Akkus wieder aufladen.

Über die Gesamtsituation bin ich sehr glücklich, es ist eine unfassbare Möglichkeit, mir etwas für meine Zukunft aufzubauen bei einer derart fürstlichen Entlohnung. Das Geld ist allerdings nicht geschenkt, denn es ist ein purer Eintausch gegen die Freiheit. Schon ein Stück weit ironisch, wenn ich an meinen Buchtitel „Süchtig nach Freiheit“ denke.


Bis 2024 in der Mine

Ich versuche es langfristig zu sehen und an meinen Masterplan bis zum Frühjahr 2024 in den Minen zu bleiben, festzuhalten und alle paar Monate in verschiedenen asiatischen Ländern eine Pause einzulegen. In Australien habe ich mich mittlerweile eingelebt und einige gute Freundschaften mit anderen Reisenden aus den Minen geschlossen.

Nach wie vor bin ich von der einfachen Lebensweise beeindruckt, es ist zweifelsohne eines der besten Länder der Welt, bei denen so viele Möglichkeiten auf einen warten, um ein einfaches und komfortables Leben bei sehr hoher Lebensqualität aufzubauen.

Kulturell, wenn man es denn so nennen kann, stehe ich hier etwas neben mir und hänge der südamerikanischen Kultur immer noch hinterher. Für mich bleiben Australier selbst ein Stück weit ein Rätsel mit ihrer unnachahmlichen Lockerheit und ihrem gewissen Humor. Es ist interessant zu sehen, wie sich eine Mentalität entwickeln kann, wenn ein Land über so viele Generationen keinerlei schwere Zeiten durchleben musste und überhaupt keine realen Probleme kennt.

Weihnacht unter Palmen

Überglücklich geht es für mich in wenigen Tagen zuerst nach Singapur, wo ich meine Eltern treffe, um mit ihnen zusammen nach Thailand weiter zu fliegen, so dass wir pünktlich zu Weihnachten gemeinsam am Strand unter den Palmen liegen.

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