Rodenkirchen - Der Spülteich im Sportboothafen Absersiel ist wieder voll funktionstüchtig. Wie Klaus Mahnken als Sprecher der Wassersportler in dem Sielhafen auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, ist der Defekt, der den Hafen selbst und damit auch die Törns mit dem Dielenschiff Hanni in Gefahr gebracht hatte, seit drei Wochen behoben.
Der vor knapp 40 Jahren vom II. Oldenburgischen Deichband südlich des Hafens angelegte Spülteich hält die Fahrrinne frei. Bei Flut läuft Wasser in den Teich ein, das bei Ebbe mit großer Kraft ausströmt, um Schlick aus der Rinne zu räumen. Als die Wassersportler im März die Spülsaison beginnen wollten, stellten sie fest, dass sowohl das Verlaat, also das Sperrtor des Spülteichs, als auch der Rhynschloot, die Zuleitung des Teichs zum Hafen, kaputt waren. Klaus Mahnken schrieb damals einen Brandbrief an Gemeinderat und -verwaltung.
Beim Verlaat arbeitete die Hebevorrichtung mit dem betagten Motor nicht mehr, im Ufer des Rhynschloots hatten sich Löcher gebildet. Die Spülwirkung war dahin, das Wasser plätscherte nur noch aus dem Rhynschloot, ohne dass die für den Betrieb des Hafens wichtige Fahrrinne freigeräumt wurde. Das Hebewerk des Schotts wurde für 700 Euro aus der gemeinsamen Kasse der Wassersportler in Ordnung gebracht.
Die lädierte Zuleitung setzten die Wassersportler in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, der Sielacht und dem Deichband instand. Jetzt läuft das Wasser nicht mehr vor seinem Eintritt in den Hafen aus dem Rhynschloot heraus.
Aber das Dauerproblem mit der zunehmenden Verschlickung bleibt. Übrigens nicht nur im Hafen: Auch im Spülteich setzt sich mit der steigenden Sedimentfracht der Flut mehr und mehr Schlick ab, so dass er öfter ausgebaggert werden muss – inzwischen alle 5 Jahre. Zu Anfang war das erst nach 17 Jahren erforderlich. Derzeit erreicht die Tiefe des Teichs bei Flut nur noch 75 Zentimeter statt der ursprünglichen 1,50 Meter.
