Moorriem - An den frühen Winterabenden wird es ganz still in Moorriem. Kein Trecker, kaum Autos sind zu hören und in den Ställen ist auch das Muhen der Kühe verstummt. Aber etwas ganz Besonderes ist seit Beginn der Adventszeit doch zu hören – zumindest im Bereich am Oberhörner Weg in Neuenbrok.
An jedem Abend gegen 20 Uhr treten Reina Schwarting und Tochter Lena-Maria vor die Haustür ihres Hofes, nehmen neben der geschmückten Tanne Aufstellung und setzen mit ihren Trompeten zum ersten Weihnachtslied an.
Freude für die Nachbarn
In der näheren Umgebung sind die festlichen Töne gut zu hören und dieser lebendige und musikalische Adventskalender erfreut ganz besonders die Nachbarn.
„Gerade jetzt in der Corona-Zeit, in der es wenig Kontakte gibt und man die Nachbarn selten sieht, ist das abendliche Adventsständchen ein bewegendes, musikalisches Geschenk“, freut sich Nachbarin Doris Ammermann, die in der nächsten Umgebung des Schwarting-Hofs wohnt.
Für Reina Schwarting – sie spielt seit vielen Jahren Trompete – ist der „lebendige Adventskalender“ ein schöner Ersatz für die ausgefallenen Kirchenkonzerte und andere abgesagte musikalische Auftritte in der Corona-Zeit. Konfirmandin Lena-Maria ist seit drei Jahren Schülerin der Musikschule Wesermarsch im Fach Trompete. Zusammen sind Mutter und Tochter ein gut aufeinander eingespieltes Duo. Auch Ehemann Henning Schwarting lässt es sich nicht nehmen, jeden Abend seinen „Mädels“ zuzuhören.
„Passt in die Zeit“
„Der Gospel ’Go, tell it on the mountain’ passt heute Abend sehr schön in die festliche Zeit”, findet der Neuenbroker, „aber auf morgen Abend freue ich mich besonders, dann steht mein weihnachtliches Lieblingslied „Little Drummerboy“ auf dem Programm, sagt der Ehemann.
