„Der Personalmangel und die geringe Anzahl von Geburten waren ausschlaggebend.“ So die Entscheidung der Leitung in Esenshamm. Dann wird weiter ausgeführt: „Mit 320 Geburten im vergangenen Jahr sind wir weit entfernt von der vom G-BA empfohlenen Richtgröße von 500 jährlich.“
Diese Richtzahlen wurden aufgestellt, um mit Gewinn zu arbeiten. Nur zur Erinnerung: Helios ist eine AG, die Aktionäre erwarten Dividenden und keine roten Zahlen. Der schwere Start, mit jährlichen Abschreibungen von 2,5 Millionen€, belastet zusätzlich den Start. Wenn Helios von Rhön den Bau in Esenshamm kauft, wissen sie das! Wenn in der Zentrale gejault wird über diese Entwicklung, in einem Nebensatz die erfolgreiche Arbeit des Personals und der Leitung abgetan wird, ist das billig. So allein gelassen, blieb der Leitung nichts weiter übrig, als die Abteilung zu schließen, die Minus macht.
Was interessiert die Konzernleitung, dass in der Wesermarsch keine Geburten mehr stattfinden können, moralische Bedenken und Kommerz sind ihr fremd. Schleswig und Esenshamm zu vergleichen ist ein wenig, wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Wenn Kiel einen so hohen Zuschuss gewährt, haben sie nachgedacht, denn ihr Budget ist mickrig. Genau wie in Hannover.
