Achterstadt - Das kleine ehemalige Spitzenhaus in Achterstadt soll aufgewertet werden. Dafür hat jetzt der Straßen- und Wegeausschuss des Gemeinderates einstimmig grünes Licht gegeben.

Das Vorhaben ist ein kleiner Teil der Dorferneuerung Schwei und geht auf eine Anregung des Vorsitzenden des Arbeitskreises Gunnar Meier zurück, deren Verwirklichung der Achterstadter Bürger Dr. Cord Diekmann zu seiner Angelegenheit gemacht hat. Es geht darum, das offene Backsteinhäuschen mit einer zweiflügeligen Tür zu versehen, die nach den Vorstellungen Diekmanns geschlossen, aber nicht verschlossen werden kann.

Dennoch hatte der Ausschuss gerade mit dem Schloss seine Probleme. Günter Busch, der Sprecher der CDU/Grünen-Gruppe im Rat, sagte, die Tür müsse offenstehen und festgestellt werden, damit sie nicht beweglich sei. Sonst könne jemand in dem Häuschen eingesperrt werden. Auch spielende Kinder könnten einander gegenseitig einsperren. Zudem könnte eine geschlossene Tür als Einladung missverstanden werden, in dem Häuschen seinen Müll zu entsorgen.

In welchem Winkel die Türen offen stehen, wollte der Ausschuss nicht vorgeben. Auch für den Zeitungszusteller sollen weiterhin Lieferpakete deponiert werden können.

Cord Diekmann verspricht sich von der Veränderung „eine multifunktionale Wirkung“ für das alte Spritzenhaus. Fahrradtouristen oder Spaziergänger könnten sich bei Regen unterstellen. Damit sie wissen, wo sie sind, soll eine Informationstafel aufgestellt werden.


Die Kosten für das Vorhaben sind lächerlich gering und dürften einem Voranschlag zufolge 270 Euro nicht übersteigen.

Siegmar Wollgam, Sprecher der SPD/WPS-Gruppe, bekundete seine Sympathie für das Vorhaben. Günter Busch erinnerte daran, dass das alte Spitzenhaus in Achterstadt vor einigen Jahren noch eine Ruine ohne Dach gewesen sei.

Henning Bielefeld
Henning Bielefeld Redaktion Nordenham (Stv. Leitung), Redaktion Stadland