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Aus für Festival in Butjadingen Keine Tennisturniere mehr für Andy

Christoph Reiprich
Beim Tossenser Festival „Andy ist auf einem Tennisturnier“ herrschte stets beste Party-Stimmung. Nun hat es sich ausgefeiert. Die Organisatoren haben die Veranstaltung auf Eis gelegt.

Beim Tossenser Festival „Andy ist auf einem Tennisturnier“ herrschte stets beste Party-Stimmung. Nun hat es sich ausgefeiert. Die Organisatoren haben die Veranstaltung auf Eis gelegt.

Archiv

Tossens - Nach der siebten Auflage des Tossener Festivals „Andy ist auf einem Tennisturnier“ im Sommer 2019 hatten sich die Organisatoren für das Folgejahr vorgenommen, die 1000-Besucher-Marke zu knacken. Dann stellte die Corona-Pandemie die Welt auf den Kopf. Die Veranstalter haben sich nun dazu entschieden, dass es kein achtes Tennisturnier mehr geben wird.

Das kleine, aber feine Festival lockte in den Jahren vor der Pandemie über 900 Besucher jährlich nach Tossens. Die Veranstaltung war bei Einheimischen beliebt, aber auch Auswärtige nahmen mehrere Hundert Kilometer Anfahrt in Kauf, um in Butjadingen zu feiern. Für ihr Engagement wurden die Organisatoren 2018 sogar mit der Goldenen Krabbe, dem Kunst- und Kulturpreis der Gemeinde Butjadingen, ausgezeichnet.

Risiken

Nach dem Erfolg im August 2019 hatten sich Wladimir Müller, Kilian Schneider, Philipp Grzybowski, Thorsten Brockhoff, Finn Howelll, Hedwig Warnek, Jannik Bischhoff, Lars Mayer, Hauke Rohde und Tim Reiners vorgenommen, erstmals über 1000 Besucher auf den Resthof in Tossens zu lassen, was mit strengeren Auflagen verbunden gewesen wäre.

Diesen Plan haben sie mittlerweile verworfen. „Wir haben keinen Zugriff mehr auf das Hofgelände, da der Eigentümer diesen wieder für private Zwecke nutzen möchte. Somit hätten wir an anderer Stelle neu beginnen und eine neue Infrastruktur aufstellen müssen“, sagt Tim Reiners vom Orga-Team. Für das Festival hatten die Butjenter Andys Jugendkulturverein gegründet, der Verein existiert vorerst weiter.

Andy ist auf einem Tennisturnier

Das Andys ist aus einer Party von Freunden entstanden, die 2013 auf dem Resthof in Tossens stattfand. Aus zarten Anfängen hat sich ein Festival entwickelt, das weit über Butjadingen hinaus bekannt ist. Im zweiten Jahr kamen 300 Fans, im dritten 550. So wuchs das Festival mit jedem Jahr weiter. 2020 sollen erstmals mehr als 1000 Karten verkauft werden.

Seinen Namen hat das Festival dem Vater von Kilian Schneider, einem der Mitorganisatoren, zu verdanken. Als Andy Schneider mal nicht zu Hause war, nutzte die Clique die sturmfreie Zeit, um besagte Party zu veranstalten. Den Rest besorgte eine Zeile aus einem Song der Band Deichkind: „Deine Eltern sind auf einem Tennisturnier, du machst eine Party, wie nett von dir!“

Der Verlust der Veranstaltungsfläche ist aber nur ein Grund für die Andys-Macher, das Festival auf Eis zu legen. „Wir hätten gerne einen krönenden Abschluss gefeiert, aber momentan schafft unser Team es aus beruflichen und privaten Gründen nicht, das Andys auf die Beine zu stellen“, erklärt Tim Reiners.

Insgesamt sei die Organisation eines Festivals auch nicht einfacher geworden. „Das ungewisse Wetter ist stets ein Risiko. Angesichts der überregionalen Konkurrenz-Festivals wissen wir auch nicht, ob genügend Besucher gekommen wären.“


Schöne Momente

Die Organisatoren sind laut Tim Reiners enttäuscht, dass Andys nicht fortführen zu können. „Wir freuen uns aber auch, den Sommer wieder genießen zu können und nicht in den Planungen zu stecken“, sagt er.

An die schönen Momente erinnert sich das Team trotzdem gerne zurück. „Wenn die Besucher strahlend auf uns zu kamen und erzählten, was sie für eine tolle Zeit auf dem Festival hatten, dann hat uns das motiviert und auch stolz gemacht.“

Dass das Andys 2023 wieder zurückkehrt, ist für die Organisatoren nahezu ausgeschlossen. „Aber vielleicht schaffen wir es noch einmal, eine kleine Veranstaltung wie das Flunkyballturnier auf die Beine zu stellen“, sagt Tim Reiners. Wer sich für 2020 Karten gekauft hatte, konnte sie zurückgeben. Mittlerweile gibt es keine Rückgabe-Option mehr.

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