Nordenham - „Die Welt braucht Frieden. Wir stehen zusammen für Solidarität, für Gerechtigkeit, für Freiheit und für Frieden – jetzt!“ – so lautete am Freitag das Motto des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zum Antikriegstag. Der Aktionstag soll vor allem an die verheerenden Verbrechen im Ersten und Zweiten Weltkrieg und die schrecklichen Auswirkungen erinnern. Die Kundgebungen sind ein Mahnmal gegen Krieg, Faschismus, Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung.
Solidarität
In Nordenham kamen um die 40 Teilnehmer zum Treffen am Friedensbaum vor der Stadtbücherei. Eröffnet wurde die DGB-Veranstaltung von Mustafa Dogan, der nicht nur Putins Angriffskrieg auf die Ukraine aufs Schärfste verurteilte. Der Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Wesermarsch sprach sich auch vehement gegen die Kriege in Äthiopien, Syrien und zahlreichen weiteren Staaten aus. Er bekundete seine Solidarität gegenüber all den Kriegsopfern, die heimatlos geworden und auf der Flucht sind. Deutliche Worte fand er ebenso gegen den in Europa immer stärker werdenden Rechtsruck. Ähnlich äußerte sich Katharina Gronemeyer von der IG Bergbau-Chemie-Energie. Die Gewerkschaftssekretärin sprach sich vor dem Hintergrund von Klimawandel, Rassismus, Nationalismus und Militarismus für die Integration von Hilfesuchenden aus und forderte mehr Dialog, Demokratie, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit.
Engagierte Bürger
Nordenhams Bürgermeister Nils Siemen erinnerte daran, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit sei, sondern eine Errungenschaft, deren Bewahrung den Einsatz aller erfordere. Als Bürgermeister habe er das Glück, hier in Nordenham auf viele Bürger zu stoßen, die in ihrer Freizeit Spenden für Menschen in Krisengebieten sammelten und sich anderweitig im Rahmen der Flüchtlingshilfe einsetzten. Auch den Gewerkschaften komme eine wichtige Rolle zu. „Der Deutsche Gewerkschaftsbund steht in einer langen Tradition des Engagements für Frieden und soziale Gerechtigkeit.“ Jeder könne sich einbringen, um eine Welt zu schaffen, in der Konflikte friedlich beigelegt und nachhaltige Lösungen für drängende Probleme gefunden werden. Für die passende musikalische Untermalung während der Kundgebung mit der sich daran anschließenden Kranzniederlegung am Friedensbaum sorgten Nils Humboldt und Eike Harnisch. Sie hatten mehrere bekannte Antikriegslieder im Programm.
