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NWZonline.de Region Wesermarsch

Mensch Des Jahres: Auch der Richter spricht von Zivilcourage

13.02.2013

Schockum „Das ist doch wie bei einem Unfall. Man denkt nicht groß darüber nach. Man handelt.“ Tim Conrady hat gehandelt, als es darauf ankam. Am Nachmittag des 24. Juli im vergangenen Jahr sah er ein umgestürztes Fahrrad auf dem Neudeichsweg in der Nähe von Schweewarden. Tim Conrady war gerade mit seinem Auto auf dem Weg zum Störtebekerbad. Er stieg aus. „Was ist da los“, rief der 29-Jährige. Dann hörte er die Hilfeschreie eines Mädchens. Es war von einem 23-Jährigen ins Maisfeld gezerrt worden.

Der Sex-Täter, der inzwischen vom Oldenburger Landgericht zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt worden ist, ließ von seinem Opfer ab. Tim Conrady verhinderte, dass dem Mädchen Schlimmeres passieren konnte. Und mehr noch: Er heftete sich an die Fersen des Täters. Er half der Polizei, den 23-Jährigen dingfest zu machen. Tim Conrady wiegelt immer noch ab, wenn er darauf angesprochen wird. Für ihn war sein Einsatz eine Selbstverständlichkeit. Viele NWZ -Leser sehen das anders. Sie haben Tim Conrady als Kandidat für die Wahl zum Nordenhamer des Jahres 2012 vorgeschlagen.

Vom Fahrrad gerissen

Der Fall hatte in Nordenham für große Bestürzung gesorgt. Wie die NWZ  berichtete, hatte der Sex-Täter das Mädchen auf dem einsamen Feldweg vom Fahrrad gerissen, ins Maisfeld gezerrt, ihm gedroht und unter das T-Shirt gefasst. Das alles ereignete sich am helllichten Tag. Tim Conrady kümmerte sich um das Mädchen, das aus dem Maisfeld auf ihn zugerannt kam. Er verfolgte den Täter, der mit dem Auto flüchtete. Gleichzeitig hielt er die Polizei mit dem Handy auf dem Laufenden. Nur eine Viertelstunde nach der Alarmierung schnappten die Beamten den Täter und nahmen ihn fest.

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Der Richter bescheinigte dem 29-Jährigen ein großes Maß an Zivilcourage. Auch von Freunden und Bekannten bekommt er immer wieder dieses Lob zu hören. Tim Conrady ist diese Anerkennung fast schon ein wenig unangenehm. Er ist mit den Gedanken bei dem Mädchen und bei der Familie.

Dankeschön von Werder

Als Dankeschön für seinen Einsatz hat Tim Conrady einen Fußball mit den Unterschriften der Fußballer von Werder Bremen und weitere Fan-Artikel bekommen. Die Oma des Opfers hatte den Verein angeschrieben und den Fall geschildert. Die Antwort ließ nicht lang auf sich warten.

Tim Conrady ist leidenschaftlicher Werder-Fan. Seit fast 15 Jahren hat er eine Dauerkarte für die Grün-Weißen. Wenn es seine Arbeit zulässt, dann versucht der 29-Jährige, jedes Heimspiel zu besuchen. Das klappt nicht immer. Tim Conrady arbeitet als Kranführer bei N-Ports im Braker Hafen. Er ist dort im Schichtdienst tätig. Außerdem hilft der gelernte Elektriker seinen Eltern, die im Nebenerwerb einen landwirtschaftlichen Hof in Schockumerdeich betreiben.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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