Augustgroden - Der Bürgerverein Augustgroden, das ist Hergen Hülstede. Der 68-Jährige ist seit 37 Jahren im Vorstand, steht seit drei Jahrzehnten an der Spitze und ist das personifizierte Erfolgsrezept des Vereins. Und weil das so ist, bekam er jetzt bei der Jahreshauptversammlung im Seefelder Dorfgemeinschaftshaus zum Dank einen Präsentkorb überreicht.
Nicht viel Aufhebens
Doch Hülstede wäre nicht er selbst, wenn er aus diesem unermüdlichen Einsatz für „seinen“ Verein viel Aufhebens machen würde. Vielmehr lobte er andere aktive Vereinsmitglieder, bedankte sich bei der Seefelder Feuerwehr und beim II. Oldenburgischen Deichband und wies darauf hin, dass hiesige Gewerbebetriebe den Verein nach Kräften unterstützen.
Hülstede berichtete auf Plattdeutsch über die Aktivität des vergangenen Jahres und hob vor allem die guten Verbindungen zu Vereinen in der näheren und weiteren Umgebung hervor. Diese Kontaktpflege macht sich vor allem beim jährlichen Andelfest bezahlt, wenn eine Vielzahl an Gruppen bei der Luftkegelwoche und beim Festumzug dabei sind.
So ist es nicht verwunderlich, dass dem Chef-Organisator Harry von Minden für die Luftkegelwoche im August bereits erste Anmeldungen vorliegen. Auch der Andelfest-Umzug verspricht noch größer zu werden als in den vergangenen Jahren. Und so unkte der Fraktionsvorsitzende der Stadlander CDU, Günter Busch, bereits, dass die Augustgrodener irgendwann womöglich den Rodenkircher Marktumzug übertreffen. Doch Hülstede, der beiläufig auch schon mal mit dem Ende seiner Amtszeit kokettiert, ließ es in seinem Jahresbericht auch nicht an Kritik fehlen. Das Maibaumsetzen war ihm nicht gut genug besucht, und der Ausflug mit der „Etta von Dangast“ war mit Pannen behaftet.
Einen positiven Jahresbericht legte auch Kassenwart Berthold Meissner vor. Bei 377 Mitgliedern müsse es doch möglich sein, demnächst die 400er Grenze zu überschreiten, meinte der Seefelder, der ebenfalls seit mehr als drei Jahrzehnten im Vorstand tätig ist.
Ehrengäste der Versammlung waren neben Busch der stellvertretende Bürgermeister Hans Schwedt, der ehemalige Bürgermeister Klaus Rübesamen und Deichband-Vorsteher Peter Aengeneyndt.
Dabei brachte Rübesamen die erfreuliche Nachricht mit, dass die Rodenkircher Hofmann-Stiftung das nächste Andelfest finanziell unterstützen wird.
Entertainer aus Bayern
Darum hatte sich der Vereinsvorsitzende auch deshalb bemüht, weil es aller Voraussicht nach eine neue Attraktion geben wird. Ein bayerischer Entertainer soll nämlich ebenso für Stimmung im Festzelt sorgen wie die schon in Augustgroden bestens bekannte Stimmungskapelle „Blaanke Bössels“ aus dem holländischen Oldenzaal.
Bevor sich die gut 80 Versammlungsteilnehmer mit einer leckeren Suppe stärken konnten, wurden Petra und Helmut Burow sowie Carsten Neumann für ihre Verdienste bei der Bewirtschaftung des Vereinsheimes ausgezeichnet. Neu in dieses Team ist Alina Hülstede gerückt, die an der Seite von Inge Ripphoff für volle Regale und zufriedene Mitglieder sorgt.
