Berne - Ihre Goldene Hochzeit feiern heute Inge und Frank Göllner. Am 11. Juni 1971 hatte sich das Paar, das in Berne lebt, in der Huder St.- Elisabeth-Kirche das Ja-Wort gegeben. „Ein Hochzeitstanz auf der Diele musste allerdings vorher noch sein. Darauf bestand meine Mutter“, muss Inge Göllner schmunzeln, wenn sie an diesen Tag denkt. Auf Hochzeitsreise ging es nach Schillig. Die nette Wirtin schenkte ihr ein Umstandskleid. Denn bei der Eheschließung war die Braut bereits im sechsten Monat schwanger. Ein Vierteljahr später wurde Tochter Tanja geboren.

Kennengelernt hatte man sich in Langenberg. „Zum alten Hermann“ hieß das Lokal, in dem die Fünfmannkapelle „Karinus“ damals jedes Wochenende zum Tanzen einlud. „Man sah sich und es hatte einfach gefunkt“, erinnert sich Frank Göllner. Inge Göllner war damals 16 Jahre und ihr Zukünftiger ein Jahr älter.

Deutlich größer als die Hochzeit wurde das 25-jährige Ehejubiläum gefeiert. „Wir hatten 170 Leute eingeladen und keiner hat abgesagt“, lacht Frank Göllner. Ganz besonders gelungen war die Überraschung zum 40. Hochzeitstag . Mit der Pferdekutsche, mit der es von Huntebrück bis zum „Drögen Schinken“ ging, hatte sie nicht gerechnet. „Und als wir dort ankamen, standen alle Gäste Spalier“, so der 71-Jährige, der nicht nur als langjähriger Filialleiter eines Huder Discounters einen riesigen Bekanntenkreis aufgebaut hat. Großes Engagement wurde auch in ganz unterschiedlichen Vereinen gezeigt. Im benachbarten Schützenverein Huntebrück landete man per Zufall.

Bei einem Schützenfest kaufte das Paar in letzter Minute die restlichen zehn Lose auf und ergatterte prompt den Hauptgewinn – ein Fahrrad. Angesichts dessen wurde natürlich eingetreten und kurz darauf schon die Vorstandsarbeit unterstützt. Außerdem wurde in Vereinen gesungen oder gekegelt.

Als Frank Göllner einige Zeit krankheitsbedingt außer Gefecht gesetzt war, übernahm seine Frau viele seiner Aufgaben als Vorsitzender des Neuenkooper Seniorenclubs. „Wir ergänzen uns sehr gut“, verraten beide das Erfolgsrezept ihrer glücklichen Ehe. Wurde früher von der gelernten Hauwirtschaftlerin gekocht, so übernimmt diese Aufgabe heute ihr Mann. Und mit Ritualen, wie das Schauen von Serien, wird zusammen der Feierabend genossen.