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Neue B 212 eröffnet In Berne wird es jetzt ruhig

Berne - Seit 90 Jahren im Gespräch, seit 30 Jahren in der Planung – was wirklich lange währte, wird nun wirklich gut. Am Mittwochnachmittag haben Vertreter aus Politik und Ministerien die neue Bundesstraße 212 eröffnet, die gleichzeitig eine Ortsumgehung für Berne ist. Der erste Spatenstich für die Bundesstraße wurde 2009 gesetzt.

„Nach den Verzögerungen durch den schwierigen Baugrund in der Wesermarsch haben wir hier nun eine leistungsfähige Anbindung für die Zukunft“, sagte Eric Oehlmann, Präsident der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover. Schwierigkeiten hatte es in den vergangenen Jahren besonders beim „Brückenbauwerk Nummer 9“ über den Motzener Kanal gegeben. Die Bürger in Berne seien froh, vom Durchgangsverkehr entlastet zu werden, sagte Oehlmann.

120 Millionen Kosten

120 Millionen Euro hat die zehn Kilometer lange Bundesstraße gekostet, eine der höchsten Klappbrücken Europas führt nun über die Hunte, 100 000 Kubikmeter Baugrund wurden bewegt. Enak Ferlemann (CDU), Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, ist seit Beginn an den Planungen für die B 212 neu beteiligt. Er sieht die Straße als Teil eines großen Verkehrskonzeptes für die Region. „Die Kosten-Nutzen-Rechnung für die Straße ist gerechtfertigt“, sagte er. „Wir geben die Ortsdurchfahrt in Berne an die Menschen zurück. Sie werden nun etwas daraus machen.“ Er denkt außerdem schon weiter. „Diese Straße entfaltet ihre volle Wirkung erst, wenn sie an die geplante A 281 in Bremen angeschlossen wird“, sagte er. Um die Weiterführung der Straße gibt es derzeit noch Diskussionen. Abschließend wünschte er gute Fahrt und „keine Blitzer bitte“.

Mehr Lebensqualität

Die Lebensqualität in Berne erhöhen, das führte auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) als gewichtigen Grund für die neue Straße an. „Mir fällt ein Stein vom Herzen, dass das nun geschafft ist“, sagte er. Auch bei anderen Infrastrukturprojekten in Deutschland müsse man nun einen Zahn zulegen, wünschte er sich.

Ab dem Nachmittag rollte dann der Verkehr, verfolgt von zahlreichen Bürgern auf der Brücke. Im Berner Ortskern brechen nach langem Warten neue Zeiten an.

Friederike Liebscher
Friederike Liebscher Redaktion Oldenburg
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