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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Eichendorffschule: Als Katholiken noch Außenseiter waren

04.07.2011

BRAKE Die katholische Eichendorffschule an der Georgstraße feierte am Sonnabend ihr 125-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurde am Nachmittag für die Schüler und kleinen Besucher ein Fest mit buntem Programm veranstaltet.

Nicht nur die 72 derzeitigen Grundschüler und ihre Angehörigen hatten an der Feier teilgenommen, sondern auch viele Ehemalige nutzten die Gelegenheit, einmal wieder in ihre alten Klassenräume zurückzukehren. Zum Glück hatte man sich nicht auf das Wetter verlassen und ein großes Festzelt im Garten errichtet.

Draußen warteten am Nachmittag derweil jede Menge Spielstationen auf ihre kleinen Gäste. „Erbsenplatthauen“, Angeln oder „Bällefischen“ gehörten ebenso dazu, wie Petra Schragel mit dem Actimo. Drinnen hatte der Förderverein ein riesiges Kuchenbüfett errichtet und in Akkordarbeit wurden Waffeln gebacken. Große Schlangen gab es auch beim Kinderschminken. Schulleiterin Renate Pille freute sich ganz besonders, als sie ihren Vorgänger Heinz Höxtermann im Getümmel entdeckte. Von 1979 bis 1987 leitete er die Schule und hatte damals die 100-Jahrfeier ausgerichtet.

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Bühnenstücke aufgeführt

Die Schüler der Eichendorffschule führten einige kleine Bühnenstücke auf, die sie eingeübt hatten. Zum Abschluss des Nachmittages gab es einen Zeltgottesdienst auf dem Schulhof mit dem Braker Pastor Karl-Heinz Vorwerk und Heinrich Blöhmer vom Offizialat in Vechta.

In ihrer Eröffnungsrede berichtete die Schulleiterin Renate Pille, die mit Beginn der Sommerferien in den Ruhestand geht, von ihren Anfängen an der Schule. So sei sie als erstes gefragt worden, ob sie mit dem Begründer der Schule, Kaplan Bernhard Pille, verwandt sei, was jedoch nicht der Fall ist. An diese Gründungsphase erinnerte sie ebenfalls, damals in ehemaligen Geschäftsräumen der Firma Hauptfleisch. Von dort aus zog die Schule im Laufe der Jahre mehrmals um, bevor sie dann letztendlich in der Georgstraße ihren Platz fand.

Als besonders innovativ lobte Bürgermeister Roland Schiefke die Einführung der verlässlichen Grundschule. Der Vertreter des Offizialats, Schulrat im kirchlichen Dienst Heinrich Blöhmer, betonte die Wichtigkeit von Konfessionsschulen angesichts der oftmals stiefmütterlichen Behandlung des Religionsunterrichtes an weiterführenden Schulen.

Auch er konnte von den Anfängen der Schule berichten, die im 19. Jahrhundert einmalig in unserer Region war, und das nicht ohne Grund.

Prügel für Katholiken

Zu dieser Zeit war der die Region nördlich von Oldenburg protestantisch geprägt, und man musste auch mal Prügel befürchten wenn bekannt wurde, dass man Katholik war.

Der evangelische Pastor Andreas Technow von der benachbarten Stadtkirche kam ebenfalls zum Jubiläum, und das nicht mit leeren Händen. Er hatte einen Sternenhimmel aus Stoff dabei, auf dem jeder Stern einen Schüler oder Mitarbeiter der Schule symbolisierte.

Nach den Grußworten von Pastor Karl-Heinz Vorwerk, der sich besonders bei den Eltern der ehemaligen und aktuellen Schülern bedankte, weil sie immer wieder viel Eigenleistung in das Schulleben eingebracht haben und dies noch immer tun, klang der Abend bei Musik und gutem Essen vom Buffet aus.

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