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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Austausch: Ann-Kathrin greift nach den Sternen

28.07.2014

Rodenkirchen Das Schuljahr ist zu Ende, und jetzt muss Ann-Kathrin Hans Abschied nehmen von Freunden, Klassenkameraden und Lehrern am Gymnasium Nordenham. Aber nicht nur für sechs Wochen, sondern gleich für zehn Monate. Denn die 16-jährige Rodenkircherin bricht am nächsten Mittwoch, 6. August, zu einem Austausch in den amerikanischen Bundesstaat Arkansas auf.

Hazen heißt das Dorf, in dem sie bis Juni nächsten Jahres bleiben will. Es liegt 45 Autominuten nordöstlich der Hauptstadt Little Rock und zählt weniger als 1000 Einwohner. Rodenkirchen ist im Vergleich dazu fast schon groß. Aber die High School, an der Ann-Kathrin am 18. August ihren Unterricht aufnehmen wird, ist mit 200 Schülern nicht gerade klein. Noch ist unklar, ob die 16-Jährige dort in die elfte oder in die zwölfte Klasse eingeteilt wird. Am Gymnasium hat sie jetzt die zehnte Klasse abgeschlossen.

Ihre Gastschwester Rani wird nicht zu ihrer neuen Klasse gehören, denn sie ist erst 13. Seit Februar weiß Ann-Kathrin Hans, dass die Familie Free sie aufnimmt. Die besteht aus einer alleinerziehenden Mutter und deren Tochter Rani. Dazu kommen vier Hunde und zwei Pferde.

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Im Western-Stil reiten

Wer Ann-Kathrin Hans kennt, weiß, dass sie sich auf die Pferde ganz besonders freut. Denn neben dem Einsatz bei der Jugendfeuerwehr Rodenkirchen und in der Nachhilfe verbringt sie ihre Freizeit vor allem beim Reiten in Colmar. Allerdings wird sie sich auf den Pferderücken umgewöhnen müssen, denn in Arkansas wird im Western-Stil geritten.

Außerdem will sie mit ihrer Gastfamilie campen und deren Verwandte besuchen. Das haben sie schon geklärt, denn sie halten Kontakt über die Internet-Plattform Facebook und über das Internet-Bildtelefonsystem Skype.

Arkansas war nicht Ann-Kathrins Wunschziel. Sie hatte gar keins, weil sie nicht enttäuscht sein wollte, wenn es nicht klappt. Die 16-Jährige hatte nur den einen großen Wunsch, ein Jahr in den Vereinigten Staaten verbringen zu dürfen – egal wo. Bekannte hatten ihr von dem Land vorgeschwärmt, und schon vor fünf Jahren fasste sie den Entschluss, ein Jahr in den Staaten zu verbringen. Ihre Eltern Frauke und Detlef Hans unterstützten sie darin. Dann schwand das Interesse wieder, ehe es Anfang vergangenen Jahres erneut erwachte.

Ann-Kathrin sah sich nach einer passenden Organisation für den Austausch um, und wurde bei Into fündig, das ihr von anderen Austauschschülern empfohlen worden war. Im Mai 2013 bewarb sie sich, wurde zu einem Interview nach Bremen eingeladen und bekam dann im Juni die Verträge. Dann schrieb sie eine Bewerbung an eine unbekannte Gastfamilie, in der sie sich präsentierte. Die Familie Free aus Hazen in Arkansas hat noch nie Gastschüler aufgenommen, aber schon viel Gutes darüber gehört – und die Bewerbung von Ann-Kathrin überzeugte sie. Im Februar wählten sie die Rodenkircherin aus.

Autofahren lernen

Die ist von den USA ganz begeistert: „Es ist so ein großes Land mit so vielen Möglichkeiten.“ Dieses positive Vorurteil bestätigte sich im vergangenen Oktober bei einem dreiwöchigen Urlaub mit ihren Eltern im Osten und Südosten der USA. Und sie hofft, ihr bisher eher mittelmäßiges Englisch verbessern zu können. In der Schule haben es ihr die naturwissenschaftlichen Fächer mehr angetan als die sprachlichen.

Erlernen will sie auch das Autofahren. Das bietet ihre neue Schule allen Schülern ab 16 an, weil viele von ihnen weite Wege zurücklegen müssen und der Schulbus lange braucht.

Frauke und Detlef Hans fürchten sich ein wenig vor dem Abschied von ihrem einzigen Kind, denn dann wird das Haus an der Willy-Brandt-Straße plötzlich ziemlich leer sein. Und auch Ann-Kathrins Freund Niklas Wetjen sieht den nächsten Monaten nicht gerade mit Vorfreude entgegen. Aber Ann-Kathrin hat ihre Zweifel abgeschüttelt und freut sich auf die einmalige Erfahrung, die nun direkt vor ihr liegt.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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