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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Schule Am Siel In Atens: Pferd Pettersson gibt Kindern Selbstbewusstsein

28.05.2019

Atens Während andere Kinder am Montagmorgen die Schulbank drücken steht für Phil (10), Thilo (12), Ivano (10) und Emirhan (13) „Reiten“ auf dem Stundenplan. Die vier Jungen von der Schule am Siel freuen sich immer sehr auf den besonderen Wochenstart. Begleitet werden sie von den pädagogischen Mitarbeitern Matthias Hagena und Sonja Neff. Sie hat sich speziell im im heilpädagogischen Reiten ausbilden lassen und zeichnet für diesen besonderen Unterricht verantwortlich.

Je zwei Gruppen mit fünf Mädchen und Jungen dürfen jeden Montag rund eine Stunde mit einem ganz besonderen „Erzieher“ verbringen: Pferd Pettersson wurde speziell als Therapiepferd ausgebildet und steht im Stall von Christina Schramm-Brandt und Andreas Schramm in der Reitanlage am Bauernweg in Atens. Die Geschwister stellen der Schule am Siel Pferd und Halle zu einem günstigen Preis für das heilpädagogische Reiten zur Verfügung. Sehr zur Freude von Schulleiterin Mareike Berg.

Suche nach Sponsoren

„Es können leider trotzdem nur zehn Kinder teilnehmen, aber der Bedarf wäre viel Größer. Es gebe eine ganze Menge Kinder, die davon profitieren könnten“, sagt Sonja Neff, die nun auf der Suche nach Sponsoren oder Paten ist, die das heilpädagogische Reiten über den Förderverein unterstützen möchten. Denn neben Kosten für Halle und Pferd kommen auch noch Fahrtkosten hinzu. Die Schüler werden mit einem Taxibus zur Reithalle gebracht.

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130 Kinder besuchen die Schule am Siel. Sonja Neff würde gerne allen Schülern der Unterstufe regelmäßiges heilpädagogischen Reiten ermöglichen. Die pädagogischen Mitarbeiter müssen abwägen, wer den größten Bedarf hat. Zurzeit müssen sie und ihre Kollegen die wenigen Kinder auswählen, die teilnehmen dürfen. Dass sei manchmal wirklich schwer, sagt sie.

Durch das Reiten werde die Psychomotorik der Kinder gefördert, ebenso wie die kognitiven Fähigkeiten. In den „Reitunterricht“ integrieren die Mitarbeiter außerdem verschiedene Spiele, so dass ganz nebenbei auch die Sprachkompetenz der Schüler gefördert wird. Das Selbstbewusstsein der Kinder steigt, das Vertrauen wird gestärkt und sie erfahren etwas über Tierschutz, denn unter anderem sprechen sie auch über das Wohlbefinden von Pferd Pettersson. Die Liste, die Sonja Neff aufzählt, ist lang und könnte sogar noch fortgeführt werden.

Die Ruhe des Tieres übertrage sich auf die Kinder. Ein autistischer Junge aus einer der beiden Gruppen habe sich zu Beginn nicht einmal den Helm aufsetzen lassen. Inzwischen sitzt er ganz ruhig – und selbstverständlich mit Helm –auf dem Pferd, erzählt Sonja Neff. Ein anderes autistisches Kind habe am Anfang gar nicht gesprochen. Inzwischen kann es beim Klatsch-Spiel die Namen aller Kinder aus der Gruppe sagen, freut sich die pädagogische Mitarbeiterin.

Nicht rumkaspern

Und auch Grundsätzliches, wie „dass sie sich an Regeln halten müssen und mit dem Pferd nicht rumkaspern dürfen, lernen sie ganz schnell“, sagt Sonja Neff. Sogar Ausflüge unternehmen die Schüler mit Pettersson und den pädagogischen Mitarbeitern. Dabei sind die Kinder besonders aufmerksam. „Sie bekommen ganz viel mit, zum Beispiel, wenn sich das Pferd erschreckt, oder auch das Quaken der Frösche am Wegrand“, erzählt Sonja Neff.

Durch das Reiten werden Kinder selbstständiger. Auch das Putzen des Pferdes gehört bei den wöchentlichen Reitstunden dazu. Der 13-jährige Emirhan könne dies inzwischen völlig selbstständig, und auch die Hufe kann er alleine auskratzen, sagt Sonja Neff. „Am Anfang putzen wird das Pferd. Dann spielen wir und machen unsere Runden, dann fahren wir zurück zur Schule“, erzählt der 13-Jährige. Ihm gefalle am besten, auf dem Pferd zu stehen erzählt er ganz nebenbei. Denn auch kleine Voltigiereinheiten gehören zum Programm des heilpädagogischen Reitens. Einige Kinder des heilpädagogischen Reitens nehmen inzwischen auch privat an einer integrativen Reitgruppe im Reitstall am Bauernweg teil.

Auch das Streicheln des Pferdes könne schon positive Auswirkungen haben. „Viele legen sich einfach auf das Pferd“, sagt die pädagogische Mitarbeiterin. Pferd Pettersson fühle sich ganz warm an, erzählt der zehnjährige Phil. Er ist einer der wenigen Kinder, die sogar schon im Trab reiten können, berichtet Sonja Neff. „Es macht Spaß“, fassen Phil, Emirhan und Thilo die Reitstunde zusammen.

Wer den Förderverein der Schule am Siel mit Spenden oder vielleicht sogar einer Partnerschaft unterstützen möchte, damit in Zukunft noch mehr Kinder an diesem Spaß teilhaben können, kann sich an die Schule am Siel unter 04731/94270 oder per E-Mail an verwaltung@schuleamsiel.de wenden.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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