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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Auf Umwegen zum Ausbildungsvertrag

12.01.2013

Berne /Rodenkirchen Vor einem Jahr sah der Alltag für Tibor Schlender trist aus. In der Schule lief es nicht gut, der Hauptschulabschluss an der Oberschule Berne war für den 16-jährigen Berner in weite Ferne gerückt. „Zwischenmenschliche Probleme“ nannte seine Mutter Edith Meendsen-Bohlken als Ursache für die Probleme ihres Sohnes. Am Donnerstagnachmittag war davon nichts mehr zu spüren. Die Mutter war entspannt, der Sohn erfreut, als er in Anwesenheit der Geschäftsführerinnen des Autohauses Lampe in Berne, Brigitte Heuer und Martina Drieling, sowie Lehrer Carsten Freels und Berufsbegleiter Jörg Naß von der Oberschule Rodenkirchen einen Ausbildungsvertrag für den kommenden Sommer unterzeichnete.

Was war geschehen? Mitte des vergangenen Schuljahres wechselte der 16-Jährige von der Berner Oberschule in die in Rodenkirchen. Dort läuft seit 2008 unter der Federführung von Jörg Naß das Projekt „Vertiefte Berufsorientierung und Berufsstartbegleitung“ – ein Erfolgsmodell, wie sich mittlerweile herausgestellt hat. „Bis auf zwei haben alle den Hauptschulabschluss erreicht. 80 Prozent der Probanden konnten anschließend einen Ausbildungsplatz vorweisen“, erläutert Jörg Naß erfreut. Finanziert wird das präventive Projekt zu gleichen Teilen von der Agentur für Arbeit und dem Schulträger, in diesem Fall dem Landkreis Wesermarsch. „Wir wollen hier Schüler auffangen, bevor sie die Schule abbrechen und dann ohne Abschluss dastehen“, erläutert Schulleiter Jürgen Janssen. Etwa zwölf Schüler sind in einer Klasse, so dass sie eine intensive Betreuung erfahren können.

„Schulmüde“ nennt Lehrer Carsten Freels die jungen Leute, die ihre Stammschule verlassen, um in Rodenkirchen eine ihrer letzten Chancen nutzen zu wollen. „Die Verbindung von zwei Tagen Praxis in einem Betrieb und drei Tage Schule pro Woche motiviere die Jugendlichen“, weiß der Pädagoge, der wie Naß für eine intensive Betreuung sorgt. In der Schule werden die Grundlagen für den Schulabschluss gelegt, im Betrieb kann der Nachwuchs zeigen, was er kann und erfahren, ob dieser Beruf etwas für ihn sein könnte. Auf der anderen Seite können die Betriebe sehen, wie sich der Schüler verhält.

Brigitte Heuer und Monika Drieling nehmen zum ersten Mal an diesem Projekt teil. Jürgen Naß hatte den Kontakt hergestellt, vorstellen musste sich Tibor Schlender selbst. Ein Jahr lang hat er in die Werkstatt des Betriebs hineingeschaut, sich „vertieft orientiert“. Ein Jahr lang hatten die Geschäftsführerinnen Zeit, sich ein Bild von dem Jungen zu machen. „Tibor hat Interesse gezeigt, nachgefragt, war über das Normale hinaus engagiert und ist gut in der Firma angekommen“, äußert sich Monika Drieling zufrieden über den Schüler und ist froh, in das Projekt eingestiegen zu sein. Für die beiden Frauen war insbesondere die lange Praktikumszeit ein Grund, mitzumachen. Und hätte die Zusammenarbeit nicht geklappt, hätten sie mit ihrem Betrieb jederzeit aussteigen können.

Dazu ist es nicht gekommen. Im Gegenteil: Tibor Schlender hat überzeugt und jetzt einen Ausbildungsvertrag unterschrieben.

  Schüler, die Interesse an diesem Projekt haben, können sich mit Jörg Naß (Telefon  04732/9189022) in Verbindung setzen.

Fried-Michael Carl Berne/Lemwerder / Redaktion Elsfleth
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