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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

40 Jahre lang gerne Erzieherin

17.10.2019

Berne Auch wenn Doris Hogrefe nach 40 Jahren im Kindergarten Berne mittlerweile die Dienstälteste ist – vorzeitig gehen lassen wird man sie nicht, sind sich Bürgermeister Hartmut Schierenstedt und Fachbereichsleiterin Anke Egenhoff einig. „Wir sind froh, dass wir Menschen im Personalpool haben, die so lange dabei sind.“ In einer kleinen Feierstunde wurde die treue Mitarbeiterin nun geehrt. Viele Erinnerungen an alte Zeiten wurden dabei wach.

Als die Erzieherin 1979 ihre Arbeit im Kindergarten Berne aufnahm, befand sich dieser noch im jetzigen Vereinsheim am Fußballplatz. Mit viel Eigenleistung hatten sich die Eltern für den Bau dieses Kindergartens eingesetzt. Ursprünglich sollte er einmal in der Ulmenstraße gebaut werden, erinnerte sich der Bürgermeister noch bestens.

„Es war ein Erlebnisschock, als wir vor 25 Jahren in den Neubau neben der Grundschule umzogen. Nach Jahren in dem kleinen, kuscheligen Gebäude mit zwei Gruppen hatten wir in dem Neubau das Gefühl, uns zu verlaufen“, blickte Doris Hogrefe zurück. Gerne dachte sie an den kunterbunten „Schuhweg“, den man zwischen der alten und der neuen Kita damals baute. Angefangen mit einer Regelgruppe leitet sie heute die „Fische“, eine Integrationsgruppe, in der vier der 18 Kinder besonderen Förderbedarf haben.

Viel hat sich in all den Jahren geändert, so die Erfahrung der 59-Jährigen. Konnten in den Anfangsjahren mit den beiden Gruppen Unternehmungen noch spontan beschlossen werden, muss heute aufgrund der Größe genau geplant werden.

„Früher waren die Kinder kreativer“, hat Doris Hogrefe außerdem im Laufe der Zeit festgestellt. Das Matschen und Erleben der Natur, bei dem auch mal die Socken nass oder die Hose dreckig werden, werde nicht von allen Eltern begrüßt. „Aber wir sind Fische und gehen auch gerne ins Wasser“, lacht sie, denn für die meisten Kinder gibt es kaum etwas Schöneres, als ausgelassen durch Pfützen zu hüpfen.

Auch die Ansprüche der Eltern haben sich im Laufe der Zeit geändert. „Es wird immer wieder erwartet, dass jeder persönliche Erziehungsstil umgesetzt wird. Das ICH steht häufig im Vordergrund“, so die Erfahrung.

Anders als früher sind heute neben der Größe die gemischten Gruppen und die deutlich verlängerten Betreuungszeiten. Für die im Hause betreuten Krippenkinder gebe es so beim Übertritt in den Kindergarten keine Anpassungsschwierigkeiten mehr, so die positiven Erfahrungen der Erzieherin, die einen weiteren Vorteil im aktuellen Standort sieht: „In rund vier Jahren wachsen einem die Kinder sehr ans Herz. Durch die benachbarte Grundschule fällt der Abschied nicht ganz so schwer. Der Kontakt bleibt über den Zaun bestehen.“

Gerne amüsiert Doris Hogefe sich über einen Jungen, der sie auf einem Kindergartenfoto seines Vaters entdeckte. „Das ist doch Doris“, habe er gesagt. Und das wertet sie als positives Zeichen, dass sie sich im Laufe der Jahre nicht allzu viel verändert hat. Obwohl ihr die Arbeit genauso viel Spaß wie am ersten Tag macht – die Enkel des Vaters wird sie sicherlich nicht mehr betreuen.

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