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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Bewusste Ernährung will gelernt sein

04.03.2017

Nordenham In eine Mandarine beißen, ohne vorher die Schale abzupellen, ist ziemlich ungewöhnlich. Das dachte sich auch die Pädagogin San­dra Büsing, als sie ihre Klasse eines Morgens beim Verzehr des „Schulobstes“ beobachtete. Das war für die Klassenlehrerin ein besonderes Erlebnis. Ihrer Schülerin musste sie erst einmal beibringen, dass man Mandarinen und Orangen vor dem Essen schält.

In der Grundschule Süd ist das niedersächsische Schulobstprogramm mittlerweile ein fester Bestandteil des Alltags. Die Schule befindet sich jetzt im dritten Jahr des Projekts. Auch drei weitere Nordenhamer und 887 niedersächsische Schulen machen bei dem Projekt mit. Die Landesregierung und die Europäische Union haben das Schulobstprogramm mit dem Ziel, Kinder für eine bewusstere Ernährung zu begeistern, auf den Weg gebracht.

Die Grundschule Süd wird jeden Dienstagmorgen mit frischem Bio-Obst und -Gemüse aus der Region beliefert. „Das reicht dann meistens für den Rest der Woche“, sagt Schulleiterin Gesine Skupin. Der Montag bleibt somit obstfrei.

Die Saison entscheidet, was auf den Teller kommt. In den Wintermonaten gibt es eher Apfelsinen, Äpfel oder Ananas. Der Sommer tischt den Grundschülern auch mal Kiwis oder Kohlrabi auf. „Die Kinder an ein Stückchen Kohlrabi heranzuführen, war am Anfang schon etwas schwierig, da viele von ihnen entweder noch nie davon gehört hatten oder es zu Hause nur als gekochtes Gemüse kannten“, erzählt Gesine Skupin. Mittlerweile wird Kohlrabi gerne gegessen.

Das Schneiden der Rohkost in mundgerechte Stücke übernehmen die FSJ-ler, die an der Grundschule ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren, und einige Eltern. Für diesen Zweck sind an der Grundschule Süd immer wieder Eltern zur Mithilfe willkommen. Dann wird in jede der elf Klassen ein Korb mit mehreren Tellern voller Obststückchen gebracht.

In der Klasse 3b hat gerade die Frühstückspause angefangen. „Ich finde es lecker“, sagt die neunjährige Hanna mit einem Apfelstück in der Hand. Auch der achtjährige Lucienne ist begeistert: „Ich finde das Obst echt lecker“, sagt er, „es ist toll, dass es Obst in der Schule gibt.“

An dem Projekt sind in Nordenham die Grundschulen Süd, Atens und Einswarden sowie die Schule am Siel beteiligt. Da letztere eine Förderschule ist, darf sie am Schulobst- und Gemüseprogramm teilnehmen. Nach Auskunft der Nordenhamer Schulen ist das Projekt Schulobst ein voller Erfolg. Sie würden sich freuen, wenn es eine dauerhafte Fortsetzung gebe. Sowohl Schüler als auch Lehrer und Eltern würden davon profitieren.

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