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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Entlastung für die Pflegenden

13.12.2019

Brake /Berne Eine der häufigsten Krankheiten im Alter ist die Demenz. Im vergangenen Jahr belief sich die Zahl der Betroffenen alleine in Deutschland auf 1,7 Millionen Menschen. Und sie nimmt von Jahr zu Jahr weiter zu.

In vielen Fällen übernehmen Angehörige die Pflege der Erkrankten. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass viele Betroffene aufgrund des Verlustes ihrer geistigen Leistungsfähigkeit rund um die Uhr betreut werden müssen.

Zeit zum Durchatmen

Um die Angehörigen zu entlasten und ihnen Ruhepausen zu verschaffen, bietet der Johanniter-Ortsverband Stedingen Demenzgruppen und häusliche Einzelbetreuungen an. Für ein paar Stunden können sich die Pflegenden Zeit nur für sich selbst nehmen, während ihre Angehörigen von ehrenamtlichen Helfern betreut werden.

„Die Pflegenden sind erschöpft, oft sind sie alleine mit dieser großen Aufgabe“, sagt Sabine Conrady, Fachbereichsleitung für soziale Dienste bei den Johannitern. „Sie müssen einfach mal Luft holen“, fügt Diether Liedtke, Ortsbeauftragter, hinzu.

Seit fast neun Jahren existiert das Angebot nun schon. Dienstags und mittwochs in der Zeit von 15 bis 18 Uhr finden die Demenzgruppen statt. Treffpunkt ist der Nachbarschaftstreff „Vogelnest“ am Kiebitzring 39 in Brake.

Mit einem Bus werden Teilnehmer aus Lemwerder, Bookholzberg, Hude, Berne, Elsfleth und Brake abgeholt und zum Treffen gebracht. Nach einem gemütlichen Beisammensein mit Kaffee und Kuchen gibt es unterschiedliche Programmpunkte: Gedächtnistraining, Bewegungsübungen, singen, malen oder basteln. Der Ablauf variiert stetig. Die ehrenamtlichen Betreuer sind zudem flexibel und passen sich den Bedürfnissen der Erkrankten an. Im Anschluss bringt der Bus die Teilnehmer nach Hause.

Betreuung mit Herz

Zwei bis drei Mal im Jahr gibt es außerdem kleinere Ausflüge: Ob Eis essen oder an den Strand gehen – die Betreuer machen es möglich.

Alle Betreuungskräfte sind geschult. Darüber hinaus sind sie jedoch mit Leib und Seele dabei und gehen in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit auf. „Sie sind wirklich mit Empathie, Zuverlässigkeit und jeder Menge Ideenreichtum bei der Sache“, lobt Angelique Tissler das Team. Sie selbst ist Johanniter-Quartiersmanagerin in Brake und koordiniert die Demenzbetreuungen.

Über die Gruppenbetreuung hinaus gibt es zudem häusliche Einzelbetreuungen, derzeit jedoch nur in Brake. Dabei besuchen die Ehrenamtlichen die Demenzkranken in den eigenen vier Wänden. Sie bieten Hilfe bei Einkäufen, begleiten zu Ausflügen oder zu Arztbesuchen und haben ein offenes Ohr. Auch hier bietet sich wieder Zeit für die pflegenden Angehörigen, um sich den Dingen zu widmen, die sonst auf der Strecke bleiben.

Angelique Tissler und ihr Team stehen den Pflegenden zudem mit Rat und Tat zur Seite und unterstützen bei Antragstellungen und anderen Herausforderungen.

Sarah Schubert Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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