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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Bildung: Mehr als nur Kunstunterricht

27.02.2020

Brake Auf dem Stundenplan steht der Museumsbesuch bei der Integrierten Gesamtschule (IGS) Brake auch künftig nicht. In den Genuss regelmäßiger künstlerischer Bildung sollen die Schülerinnen und Schüler aber verstärkt kommen. Ermöglichen soll das auch eine besondere Kooperation: Die IGS Brake ist jetzt Partnerschule der Kunsthalle Bremen.

Doch die Schüler sollen dort nicht nur Kunst konsumieren, sie sollen auch praktisch tätig werden. Und einige von ihnen sind auch schon Teil der Ausstellung „Ikonen – Was wir Menschen anbeten“. Und rund 40 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 6 bis 9 besuchten unlängst auch die Eröffnungsfeier in der Kunsthalle.

Lea Sophie Kruse und Cathrina Hoppe aus dem 8. Jahrgang sowie Ahmad Al Hawi aus dem 7. Jahrgang sind drei der jungen Künstler, die sich künstlerisch mit der Frage auseinander gesetzt haben, was unter dem Ikonenbegriff zu verstehen ist oder welche Ikonen heute in unserer Gesellschaft relevant sind. „Ich habe einen Kämpfer gestaltet“, berichtet Lea Sophie. „Ich bewundere Menschen, die in Schwierigkeiten nicht aufgeben und für sich und andere kämpfen.“ Ahmad hat ein Bild des österreichischen Zeichners Alfred Kubin als Vorlage für seine Zeichnung genommen. „Ich bin selber aus Syrien geflüchtet“, berichtet er über seine Motivation für „Die Grenze“. Durch die andere Farbgebung will er vor allem Mut ausdrücken. Dem Thema „Angst“ hat sich Cathrina gewidmet. Ein Monster hat sie so gestaltet, dass man keine Angst mehr haben muss.

Kunstlehrerin Saskia Monchablon hatte in ihrem Fachbereich für die Idee geworben und sich für die Schule erfolgreich beworben. Als 28. Einrichtung darf sich die IGS nun „Partnerschule der Kunsthalle Bremen“ nennen.

Für Schulleiter Robert Ringwelski ist die Auszeichnung „eine Würdigung der besonderen Art und Weise, die Werte in der Öffentlichkeit zu zeigen“. Der künstlerisch-musische Bereich sei „mit dem Blick auf unsere heterogene Schülerschaft ein förderungswürdiger Bereich“. Das spiegele sich in der Stundentafel leider nicht wider. Mit der von der Kunsthalle Bremen vergebenen Plakette, die nun den Eingangsbereich der Schule ziert, werde dieses außergewöhnliche Engagement nun nach außen dokumentiert. Verbunden sind mit der Partnerschaft die Möglichkeit regelmäßiger Museumsbesuche, aber auch die Teilnahme an Führungen, Workshops und eben Ausstellungen.

„Wir leben in einer digitalisierten Welt, in einer Gesellschaft der Bilderflut. Um die Jugendlichen dabei zu unterstützen, zu reflektierten Erwachsenen heranzuwachsen, benötigen sie eine gewisse Kompetenz“, betont Kunstlehrerin Saskia Monchablon. Und die können sie auch durch die Kunst erlangen.

In der Kunsthalle Bremen ist die Ausstellung „Ikonen – Was wir Menschen anbeten“ mit den Kleinplastiken, Linoschnitte, Zeichnungen sowie Collagen der IGS-Schüler noch bis zum 1. März zu sehen. Ende März werden die Werke der Schüler dann aber in der Wesermarsch ausgestellt: zunächst in der Schule (eine Vernissage findet am 25. März um 11.45 Uhr statt) und anschließend im Kreishaus.


  www.kunsthalle-bremen.de 
Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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