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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Inklusionsschülerin der ersten Stunde

23.08.2019

Brake Ihre Eltern, Gudrun und Andreas Haupt, wollten damals, dass ihre Tochter in der Nähe des Wohnhauses zur Schule geht und nicht einen zu weiten Weg auf sich nehmen musste. Also wurde Simone in der Grundschule Boitwarden eingeschult. Schulleiter Ralf Gloystein war zuversichtlich und meinte, dass Simone es einfach in der Schule versuchen solle.

Anfangs drei Helferinnen

In der Grundschule Boitwarden war Simone das erste Inklusionskind und gleichzeitig auch das erste körperlich behinderte Kind. Simone bekam also ab der ersten Klasse gleich drei Inklusionshelferinnen, die sich die Betreuung teilten. Frauke Renken blieb zwei Jahre und Ingrid Müller fünf Jahre für die Schülerin zuständig. Dritte im Bunde war schon damals Irmgard Rüthemann – und ist es immer noch. Anfangs teilten sich die drei Frauen ihre Aufgabe wochenweise und betreuten Simone von der ersten bis zur vierten Stunde. Für die Betreuung während der Klassenfahrten wurden die Inklusionshelferinnen, die beim Landkreis Wesermarsch angestellt waren, von der Grundschule freigestellt.

„Für mich war das die ganze Zeit normal, dass immer jemand bei mir war“, sagt Simone heute. Im Laufe der Jahre wurde die Betreuung immer weiter reduziert, um die Selbstständigkeit der Schülerin zu fördern.

„Während all der Zeit haben wir uns immer raus gehalten“, berichten Simones Eltern, „da die pädagogischen Mitarbeiterinnen vor Ort waren und genau wussten, was zu tun war.“ Allerdings standen sie jederzeit als Ansprechpartner für die Inklusionshelferinnen zur Verfügung. Von Anfang an hatten die drei Frauen zu Simone ein tolles Verhältnis. „Wir verstanden uns sehr gut“, bekräftigt Irmgard Rüthemann, die auch für ihre Kolleginnen spricht. „Für uns war es stets oberste Priorität, dass es Simone gut geht.“

Als es darum ging, dass Simone nach der vierten Klasse in eine weiterführende Schule geht, war es Simones Eltern und auch den Inklusionshelferinnen klar, dass die Begleitung auch dort weitergeführt werden soll. Dass dies dann auch ohne Probleme vonstatten ging, ist auch ein Verdienst von Ralf Gloystein, der sich beim Gymnasium für Simones Betreuung eingesetzt hat. Als sie vor sechs Jahren dorthin wechselte, war sie auch hier die erste Inklusionsschülerin. Das Besondere in all den Jahren war für Simone selbst, dass sie niemals Ziel etwaiger Mobbingattacken war.

Landkreis unterstützt

Finanziert wurde und wird die Arbeit auch weiterhin vom Landkreis Wesermarsch als „Eingliederungshilfe“ für die Schulbegleitung.

Jetzt hat für Simone gerade das neue Schuljahr in der 11. Klasse begonnen. Irmgard Rüthemann wird weiterhin an ihrer Seite sein. Sie wird die Schülerin jedoch nur noch bei Bedarf unterstützen und sie auf Klassen- und Kursfahrten begleiten.

„Für uns ist es besonders toll, dass Irmgard Rüthemann unsere Tochter seit zehn Jahren begleitet und sie auf ihrem schulischen Weg unterstützt hat“, sagen Simones Eltern Gudrun und Andreas Haupt, die zu der Inklusionsbegleiterin ihrer Tochter ein fast schon familiäres Verhältnis haben.

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