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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Corona-Pandemie: Fördergeld für Schulbedarf

10.07.2020

Brake Wegen der Corona-Pandemie sind laut Carsten Grümbel auch in der Wesermarsch die Beratungsfälle bezüglich Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit angestiegen. Durch die ausgeweitete Kurzarbeit und die hiermit verbundenen Lohneinbußen von bis zu 33 Prozent würde auch der Anteil von Haushalten mit Kindern zunehmen, die bereits von geringem Einkommen leben müssen, so der Leiter des Arbeitslosenzentrums (ALZ) Brake.

Teure Ausbildung

Die Kosten für die Schulausbildung der Kinder sind pandemiebedingt stark angestiegen, da zumeist nur online am Unterricht teilgenommen werden konnte. Hierfür waren meist noch die notwendigen Geräte anzuschaffen. In diesem Zusammenhang weist jetzt Carsten Grümbel auf die öffentlichen Fördermöglichkeiten für die Kosten von Schulmaterialien und Schulbücher für die Kinder von Geringverdienern hin. „Auf Weisung des niedersächsischen Kultusministeriums sind viele betroffene Eltern leider bereits von den kostenlosen Schulbuchausleihen ausgeschlossen, sofern sie nicht im Grundsicherungs- oder Kinderzuschlagbezug stehen“, teilt der ALZ-Leiter mit. Nach Ministerialweisung seien selbst Wohngeldbezieher von dieser Befreiung der Kosten der Schulbuchausleihe ausgeschlossen, sofern sie nicht den Nachweis erbrächten, hierdurch Sozialhilfe- oder Hartz IV-Bezug zu vermeiden.

Reform erforderlich

Eltern schulpflichtiger Kinder, die pandemiebedingt in Kurzarbeit oder bei Arbeitslosigkeit hohe Einkommenseinbußen hinzunehmen haben, seien besonders hart getroffen. „Und daher ist diese Anordnung des Kultusministeriums dringend reformbedürftig“, so Carsten Grümbel.

Mögliche Förderung

Während die Schulbuchausleihe für sie derzeit zumeist beitragspflichtig bleibe, könnten Geringverdiener in vielen Fällen jedoch zumindest von den Fördermöglichkeiten des Landkreises Wesermarsch für Bildung- und Teilhabeleistungen für ihre Kinder profitieren, wenn sie Wohngeld oder Kinderzuschlag beziehen. Der Landkreis zahle auf Antrag in diesen Fällen 100 Euro pro schulpflichtigem Kind für Schulmaterialien zu Beginn des Schuljahres aus, 50 Euro zusätzlich zum nächsten Halbjahr Anfang 2021. Glücklicherweise habe die Bundesregierung mit dem „Starke-Familien-Gesetz“ ab 2020 den Personenkreis der möglichen Kinderzuschlag-Bezieher stark ausgeweitet. Zusätzlich seien die Werte der Wohngeldtabelle für 2020 angehoben worden.

Da beide Bezugsmöglichkeiten aufeinander nicht anzurechnen seien und zudem bei der Leistungsbewilligung das Kindergeld außer Betracht bleibe, lohne sich die Prüfung des Wohngeld- und Kinderzuschlagbezuges für viele Familien. „Dies ist ein wirklich positives Beispiel für das Funktionieren unseres Sozialstaates.“

Antrag im Härtefall

Für Hartz IV- und Sozialgeldbezieher besteht darüber hinaus weiterhin die Möglichkeit, nicht in den Schulbuchausleihen erfasste notwendige zusätzliche Schulbuchanschaffungen über einen Härtefallantrag vom Jobcenter oder Sozialamt übernommen zu bekommen. „Um einen solchen Antrag erfolgreich zu stellen, ist es nicht ausreichend, die Schulbuchlisten beim Leistungsträger einzureichen“, erläutert Carsten Grümbel. Das ALZ stehe den Eltern schulpflichtiger Kinder gern mit Rat und Tat zu Seite.

Arbeitslosenzentrum Brake, Hafenstraße 2, Telefon 04401/4746, E-Mail-Adresse info@alzbrake.de.

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