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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Brake soll auch 2020 aufblühen

26.10.2019

Brake Das Insektenjahr 2019 neigt sich dem Ende zu. Aber ein Insektenjahr 2020 soll es auch geben. Und damit das für die nützlichen Sechsbeiner noch besser wird, packen in Boitwarden viele Hände an: Grundschule, BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), Stadt und freiwillige Helfer haben begonnen, eine 310 Quadratmeter große Fläche in einen Lebensraum für Wildbienen und Schmetterlinge zu verwandeln. Und weil der Schülerrat schon länger den Wunsch nach einem kleinen Schulgarten hegt, wird auch dieser gleich Wirklichkeit. Ein von der Natur- und Kunst-AG gefertigter Pflanzplan zeigt schon heute, wo was seinen Platz hat. Drei Apfel-, ein Birn- und ein Zwetschgenbaum sowie einige Obststräucher finden Platz, Sandfläche, in der Wildbienen gerne brüten, sowie Insektenhotels für andere Arten folgen noch.

Auf den Tag genau vor einem halben Jahr hatten Bürgermeister Michael Kurz und BUND-Regionalgeschäftsführer Bernd Quellmalz einen Nutzungsvertrag unterschrieben. Den trockenen Sommer hat man dann bewusst verstreichen lassen. Jetzt hatte der städtische Bauhof die Fläche so weit vorbereitet, dass Schüler und Helfer die Pflanzen in die Erde und die Saat ausbringen konnten.

„Der Herbst ist dafür eine ideale Jahreszeit“, betont Bernd Quellmalz vom BUND. Die Saat kann in den noch verbleibenden Wochen bis zum Winter schon einmal keimen und droht angesichts genügend Niederschlag und niedrigerer Temperaturen nicht zu vertrocknen. „Und das ist eine Sache, die jeder nachmachen kann.“

„Ziel ist es, eine VorzeigeBlühfläche zusammen mit Lehrenden, Schülerinnen und Schülern, Eltern und weiteren Interessierten zu entwickeln, die dann hoffentlich Nachahmer findet“, so Quellmalz. „Die Kinder sollen im Sachunterricht an Gestaltung und Entwicklung beteiligte werden.“ Und damit die Mädchen und Jungen die Natur aus nächster Nähe beobachten können, erschließt ein Schredderweg die Fläche. Mit der Aktion sei man nur auf offene Ohren gestoßen, dankte Quellmalz für die breite Unterstützung. Weitere interessierte Helfer, die die Fläche mitgestalten wollen, können sich unter bernd.quellmalz@nds.bund.net melden.

Doch erst einmal haben die Schülerinnen und Schüler der Natur- und Kunst-AG jetzt gesät – fast 50 regionaltypische Arten, ein- und mehrjährige Blütenpflanzen ebenso wie Gräsern. Ab dem kommenden Frühjahr sollen Schafgarbe, Braunelle, Wiesen-Storchschnabel, Gelbklee, Vogelwicke und Co. vielen Insekten Nahrung bieten. Noch vor den Herbstferien wurde in mühsamer Handarbeit Melde so weit wie möglich entfernt.

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Bürgermeister Kurz betonte die Wichtigkeit derartiger Maßnahmen zur Sicherung der Artenvielfalt. Durch ein solches Projekt erführen die Kinder vom Grundschulalter an, was Insektenschutz bedeute. „Die Stadt Brake wird im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie weitere Flächen definieren, auf denen Blühwiesen angelegt werden können. So möchten wir auch einen Teil dazu beitragen, dem Insektensterben entgegenzuwirken.“

Und eine ganze Menge ist in Brake in diesem Insektensommer geschehen. Alleine im Zuge der gleichnamigen NWZ-Aktion wurden fast 27 000 Quadratmeter Blühflächen gemeldet. Das entspricht etwa der Größe von vier Fußballfeldern. Ob Privatleute, Unternehmen oder Institutionen wie der Hegering, viele vormals allenfalls mit Gräsern bewachsene Flächen wurden durch die Aussaat spezieller Blühmischungen zu bienenfreundlichen Flächen. Viele weitere Quadratmeter dürften es zudem auf nicht gemeldeten Flächen geben.

Im gesamten Verbreitungsgebiet der NWZ wurden von Leserinnen und Lesern mehr als 1,5 Millionen Quadratmeter Blühflächen gemeldet.


Mehr Infos unter   www.nwzonline.de/insektenjahr 
Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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