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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Karl-Eichler-Schule In Brake: Zukunft zieht in Klassenräume ein

21.12.2019

Brake Die Karl-Eichler-Schule in Brake setzt im Unterricht auf Tablets. Zwar nicht nur, aber die technischen Geräte halten zunehmend Einzug. Es handelt sich dabei um kleine flache Computer, die dem Umfang nach zu urteilen wie ein größeres Schneidebrett aussehen. „Sie sind sofort einsatzbereit und geeignet für individuelles Lernen und Projekte“, sagt Matthias Telaar. Die Betriebsfunktionen dieser Geräte seien konstant gleich, so der 34-jährige Ergotherapeut und pädagogische Mitarbeiter.

Arbeiten nach Anleitung

Wie genau das Arbeiten im Unterricht mit einem Tablet funktioniert, zeigt Jonas (17). Im Sachunterricht war unter anderem der Warentransport mit unterschiedlichen Maschinen und zu den schwierigsten Bedingungen Thema. Jetzt baut der 17-Jährige nach einer Anleitung, die auf dem Bildschirm zu sehen ist, einen Helikopter zusammen. Dessen Seilwinde, die am Heck angebracht ist, lässt sich mit dem Tablet fernsteuern.

Schritt für Schritt und konzentriert folgt Jonas den Anweisungen. Wie schnell sich die Seilwinde drehen muss, lässt sich auf dem iPad programmieren und steuern. So erfährt der Schüler zusätzlich, wie eine Winde funktioniert.

Über ein Notebook verwaltet Matthias Telaar alle Tablets. Auf ihnen befinden sich die unterschiedlichsten Apps auch für Fächer wie Mathematik oder Deutsch – Unterrichtsmaterial ab der ersten Klasse. Die Geräte sind nach seinen Worten für den Unterricht besonders gut geeignet. Die Apple-Geräte hätten einen großen Vorteil gegenüber anderen Herstellern: Im Inklusionsbereich würden die iPads ihre ganz besondere Stärke ausspielen, weil sie eine ganze Reihe Bedienungshilfen mitbrächten, die Menschen mit Behinderungen die Arbeit erleichtern. Sie kämen beispielsweise mit integrierten leistungsstarken Hilfsfunktionen daher, die Seh‑- und Hörvermögen, Motorik, Lernen, Lesen und Schreiben unterstützten. Es müsse nicht mehr viel installiert werden.

Das Arbeiten mit den Schülern wird einfacher. Durch den ergänzenden Einsatz der Tablets ist es nach Matthias Telaars Worten möglich, individuelle Lernangebote bereitzustellen. Für Schüler stünde viel Material in einem Gerät zur Verfügung und könne direkt eingesetzt werden. Jeder Lehrer sei in der Lage, jedem Schüler eine andere Aufgabe und unter einem anderen Schwierigkeitsgrad zu stellen. So arbeiteten die Schüler an unterschiedlichen, auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Aufgaben und erhielten sogleich eine Rückmeldung, wenn sie etwas falsch gemacht haben, berichtet der Ergotherapeut.

Die Schüler blühen auf. Die Geräte sind auf jedes Handicap der Mädchen und Jungen ausgerichtet. „Wir entdecken Fähigkeiten an ihnen, die zuvor in ihnen schlummerten“, sagt eine Lehrerin. Die Tablets weckten neue Ressourcen.

Das Projekt an der Förderschule wurde von Matthias Telaar vorangebracht. Gemeinsam mit dem Kindergartenleiter Dennis Schwarting, der für den IT-Bereich zuständig ist, wurde die Schule vernetzt. Das ist eine Grundvoraussetzung, um mit den Tablets so intensiv arbeiten zu können. Unterstützt werden die Braker von Mitarbeitern der Katenkamp-Schule Ganderkesee von der Lebenshilfe Delmenhorst. Im Herbst gab es für alle Kollegen beispielsweise eine Fortbildung, um die Tablets im Unterricht auch entsprechend einsetzen zu können.

Software überspielen

Die Tablets werden in einem speziellen Koffer aufbewahrt, in dem sie alle gleichzeitig aufgeladen werden können. Ein zusätzlicher Vorteil: Auch neue Software und Updates lassen sich schnell und unkompliziert vom Schullaptop überspielen. Matthias Telaar hofft, im neuen Jahr noch Geräte hinzuzubekommen, so dass die Schule dann auch über einen kompletten Klassensatz von acht Geräten zum Ausleihen verfügt.

Die Geräte kosten natürlich viel Geld. Um das Projekt zu finanzieren, ist die Lebenshilfe Wesermarsch auf Spenden angewiesen. Die Firma Barghorn GmbH in Brake hatte lange kein Fußballturnier mehr organisiert. Ein Perspektivteam von jüngeren Mitarbeitern des Braker Unternehmens hob Anfang des Jahres den Barghorn-Cup wieder aus der Taufe. Nicht nur, dass sowohl die teilnehmenden Fußballmannschaften, das Organisationsteam und die Zuschauer vom Ablauf in der Großsporthalle begeistert waren. Für die Lebenshilfe und deren Computerprojekt kamen 700 Euro zusammen. Eine weitere größere Spende kam laut Matthias Telaar auch von der Firma Rehau in Brake.

Es geht also weiter voran an der Karl-Eichler-Schule der Lebenshilfe Wesermarsch an der Händelstraße 5 in Brake. Durch das Arbeiten mit den Tablets werden die Fantasie und der Ehrgeiz der Schüler immer mehr beflügelt.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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