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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Erleichterung auf allen Seiten

10.12.2019

Brake Die Erleichterung ist den Erzieherinnen der Kindertagesstätte (Kita) Arche Noah am Montag förmlich anzusehen. Die Notunterkunft in der Außenstelle des alten Gymnasiums hat den Betrieb aufgenommen. Langsam kehrt wieder der Alltag ein.

Dankbare Eltern

Bereits am vergangenen Freitag hatten die ersten 16 Kinder ihren Tag in der neuen Umgebung verbracht. „Sie waren entspannt und haben sich schnell eingewöhnt“, berichtete Kita-Leiterin Marion Stelling. Für die kahlen Wände im Büro der Leiterin hatten sie kurzerhand Bilder gemalt.

Am Montag ging es dann richtig los: Knapp 60 Kinder wurden zum Gebäude an der Kirchenstraße gebracht. Erleichterung war da auch aufseiten der Eltern zu spüren. Mit kleinen Geschenken bedankten sie sich bei den Erzieherinnen, die mit Herzblut an der vorübergehenden Unterkunft gearbeitet hatten. „Hut ab vor dem, was hier geleistet wurde“, sagte Bianca Kopacz, „für mich als alleinerziehende und berufstätige Mutter ist diese Lösung von sehr großer Bedeutung.“ Ihre Tochter, die zweijährige Nayla, hat sich schon jetzt in der neuen Umgebung eingelebt.

Christina Schinski ist zwar froh über die Notlösung, trotzdem fiebert sie dem Rückzug ins Kita-Gebäude an der Christuskirche entgegen. „Es ist schon ein Umweg und ich habe gehört, dass manche Eltern eine Stunde hierher laufen“, erklärte sie.

Die Sperrung der Weserstraße dauert an. BILD: Markus Minten

Weserstraße bleibt bis Sonntag gesperrt

Die Weserstraße bleibt im Bereich vor der Christuskirche noch bis einschließlich Sonntag, 15. Dezember, gesperrt. Da vor allem nachts auch in den Nachtstunden mit Windstärke 7 und mehr gerechnet wird, hält die Stadt die Sperrung aus Sicherheitsgründen aufrecht. Ursprünglich sollte die Straße am Montagmorgen um 6 Uhr wieder für den Verkehr geöffnet werden.

Die Raiffeisenbank ist indes wieder geöffnet. Allerdings kann das Geldinstitut nicht über die Weserstraße angefahren werden. Der Kundenparkplatz ist nur über die Golz­warder Straße zugänglich.

Der Krisenstab geht davon aus, dass die Sicherungsarbeiten an der Kirche bis Weihnachten abgeschlossen werden können.

Auch der dreijährige Jeremias ist wieder zurück in der Kita. Die vergangene Woche hat er mit Oma verbracht. „Ich bin erleichtert, dass die Kinder wieder herkommen können“, sagte seine Mutter Jennifer Speckels.

Großer Zusammenhalt

„Das Ganze war ein riesiges Gemeinschaftsprojekt. Der Zusammenhalt im Team ist großartig“, betonte Marion Stelling. Innerhalb von einer Woche wurde die Außenstelle des alten Gymnasiums in eine kindgerechte Unterkunft verwandelt. „Alle Kolleginnen sind hier an ihre Grenzen und darüber hinaus gegangen.“

Unterstützung von außerhalb gab es auch. Die Betriebe Hammer und Mansholt spendeten der Kita Teppiche. Die Caritas stellt derzeit ihren Spielplatz zur Verfügung, damit sich die Kinder auch an der frischen Luft austoben können.

Laut aktueller Informationen des Krisenstabs sollen die Arbeiten an der Christuskirche noch vor Weihnachten abgeschlossen sein. Dann könnte der Kindergarten wieder zurück in das eigene Gebäude.

So eilig hat es Marion Stelling dann aber doch nicht, wieder umzuziehen. „Die erste Januarwoche bekommen wir hier auch noch hin“, betonte sie. Immerhin ist gerade erst alles fertig geworden. Eins ist für die Kita-Leiterin jedoch klar: „Was auch immer jetzt passiert, wir schaffen das.“

Sarah Schubert Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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