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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Schulausschuss: Freie Schulwahl für Rodenkircher Kinder vertagt

17.05.2018

Brake /Rodenkirchen Seit Jahren sorgt der Übergang von der Grundschule Rodenkirchen zum Gymnasium für Ärger bei Eltern. Wenn sie ihr Kind in Brake statt beim zuständigen Gymnasium in Nordenham anmelden wollen, benötigen sie dafür das Okay der Schulleitung. Oft erhalten sie das aber nicht, kriegen Informationen erst auf Nachfrage oder bekommen einen Bescheid erst nach den Anmeldeterminen.

Lästiges Dauerthema

Weil das Thema immer wieder hochkocht und „das Problem seit einigen Jahren immer wieder im Kreistag landet“, möchte Jürgen Janssen (Grüne) die Schulbezirkssatzung ändern. Diese legt fest, welche Schule ein Kind im Regelfall zu besuchen hat.

Janssen, ehemaliger Leiter der Oberschule Rodenkirchen, möchte einen Satz einfügen, der den Eltern das Wahlrecht und rechtzeitige Sicherheit bringt: „Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Rodenkirchen können das Gymnasium in Brake oder Nordenham besuchen“, soll unter Punkt 2.7 „Schulbezirk Stadland“ eingefügt werden. „Der Umgang mit den Eltern ärgert mich. So kann man mit Eltern nicht umgehen“, beklagte er vor allem die Hinhaltetaktik am Gymnasium Nordenham. „Wenn ein Antrag in einer bestimmten Zeit nicht abgelehnt wird, gilt er als genehmigt.“

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Ausgewogenes Geflecht

Erster Kreisrat Hans Kemmeries äußerte allerdings grundsätzliche Bedenken zu einer Satzungsänderung. Zum einen sieht er den Landkreis nicht in der Pflicht „Probleme im Bereich der Schulverwaltung zu lösen, obwohl es klare Regeln gibt“. Er verwies aber vor allem auch darauf, dass die Schulbezirkssatzung „ein ausgewogenes Geflecht“ sei. Ein Eingreifen an einer Stelle könne Konsequenzen an anderer Stelle haben, von der Schülerbeförderung bis hin zur Schulgebäudeplanung. „Auf Einzelfälle mit einer Satzungsänderung zu reagieren sei immer schwierig.“

Auch Meinrad-Maria Rohde (SPD) und Elternvertreter Bernd Wulf teilten diese grundsätzlichen Bedenken. Auf Vorschlag Rohdes soll das Thema nach Beratungen der Fraktionen nun im (nicht öffentlich tagenden) Kreisausschuss am 11. Juni beraten und im (öffentlich tagenden) Kreistag am 18. Juni entschieden werden. Eine Umsetzung wäre so oder so erst zum kommenden Schuljahr möglich.

Kinder und Eltern leiden

Unterstützung erhielt Janssen hingegen von Andreas Marienfeld (AfD) und Thorsten Böner (UW), die sich beide für eine schnelle Lösung zugunsten der Kinder und Eltern aussprachen. „Das betrifft immer dieselbe Schule“, sah Marienfeld das Problem in Nordenham angesiedelt. Böner sprach angesichts von mehr als 20 Kindern in den letzten Jahren von mehr als Einzelfällen. Er beklagte, dass die vor Jahren zugesagte Lösung noch nicht gelungen sei.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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