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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

„Guckt nicht weg, guckt hin“

27.01.2018

Brake /Wesermarsch Kinderschutz ist ein Thema, das einen immer größeren Stellenwert einnimmt, seit der „Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung“ 2012 in Paragraf 8a des Sozialgesetzbuches VIII geregelt ist. Und es soll noch mehr werden: „Wir wollen Menschen sensibilisieren“, sagt Carina Hemme, Netzwerkkoordinatorin für Frühe Hilfen und Kinderschutz im Jugendamt des Landkreises Wesermarsch. Es müsse gelten: „Guckt nicht weg, guckt hin.“

Aber wie gehe ich mit Mutmaßungen um? Welche Anzeichen für eine Kindeswohlgefährdung gibt es überhaupt? Was muss ich tun? Diese und viele Fragen mehr beantwortete Carina Hemme jetzt mehreren dutzend Schulbegleitern der Kreisvolkshochschule Wesermarsch (KVHS). Die hatten sich genau dieses Thema für eine Fortbildung gewünscht.

Schulbegleiter unterstützen Schüler mit einem Anspruch auf Eingliederungshilfe beim Besuch einer Regel- oder Förderschule. 70 von ihnen sind bei der KVHS angestellt und im Landkreis im Einsatz – darunter nur drei Männer. Zwischen 13 und 30 Stunden in der Woche begleiten sie Schüler im Unterricht und im Umfeld der Schulen. Wie alle KVHS-Mitarbeiter, die mit Kinder und Jugendlichen arbeiten, sind sie zur Mitwirkung beim Kinderschutz verpflichtet.

Um die seelische oder körperliche Gefährdung eines Kindes oder Jugendlichen einschätzen zu können, gibt es eine Reihe von Indikatoren. Lässt sich ein entsprechend begründeter Verdacht auch im Rahmen einer kollegialen Beratung nicht ausräumen, wird in die Gefährdungseinschätzung eine „Insoweit erfahrene Fachkraft“ (ISOFA) einbezogen. Sie nehmen eine qualifizierte Risikoeinschätzung vor mit konkreten Empfehlungen zur weiteren Vorgehensweise der Mitarbeiter, die beraten wurde. Die durch die ISOFA beratene Fachkraft meldet dann gegebenenfalls eine Kindeswohlgefährdung beim Jugendamt und gibt damit die Fallverantwortung dorthin ab.

„Ich freue mich, dass wir mit dieser Fortbildung die Kooperation zwischen Landkreis und KVHS zur Umsetzung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung weiter mit Leben füllen“, sagt Dr. Katinka Seemann, bei der KVHS zuständig für die Koordination der Schulbegleitungen. „Diese sieht vor, dass die Mitarbeiter spezifische Gefährdungs- oder Problemlagen und Ausprägungsformen von Kindeswohlgefährdung sowie im Verdachtsfall die notwendigen Handlungsschritte kennen“, erklärt Carina Hemme. Grundlegende Informationen dazu erhalten alle Schulbegleiter vor ihrem Einsatz in den Schulen während ihrer Qualifizierung. Die umfasse 100 Stunden sowie eine Hospitation und werde seit 2012 von der KVHS angeboten, erläutert Doris Meyer, Abteilungsleitung Qualifizierung & Integration Erwachsene.

Eine weitere Qualifizierung zum Schulbegleiter startet am 16. Februar. Wenige Plätze sind noch frei. Da sowohl das Interesse an der Ausbildung als auch der Bedarf an Schulbegleitern groß ist, bietet die KVHS jährlich ein bis zwei Qualifikationskurse an. Informationen gibt es telefonisch unter Telefon  04401/7076100.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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