• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Seniorenstützpunkt Wesermarsch Bildet Seniorenbegleiter Aus: Derzeit mehr Helfer als Hilfesuchende

17.02.2020

Brake /Wesermarsch Seit knapp einem Jahr koordiniert Susanne Meyer-Klein den Seniorenstützpunkt im Landkreis Wesermarsch. In dieser Zeit hat sie sich bereits ein großes Netzwerk aufgebaut, damit sie in allen Belangen vermitteln und helfen kann. Zudem plant sie neue Projekte und versucht das vorhandene Angebot in der Wesermarsch zu verbreiten.

„Alle Maßnahmen und Angebote, die der Stützpunkt bietet, dienen dazu, dass Senioren möglichst lange ein eigenständiges Leben in den eigenen vier Wänden führen können“, betont die Koordinatorin. Die gelernte medizinische Fachangestellte geht in ihrer Arbeit im Stützpunkt auf. „Hier bin ich ganz nah an den Menschen dran und kann helfen“, sagt sie stolz.

Was bietet der Seniorenstützpunkt an?

Susanne Meyer-Klein beschäftigt sich in erster Linie mit der Schulung und Vermittlung von ehrenamtlichen Seniorenbegleitern. Zudem organisiert sie Mobilitätstrainings in Kooperation mit dem VBN. Dabei können Senioren das Ein-und Aussteigen in den Bus ohne Stress und Hektik – und mit Rollator und Rollstuhl – üben. Und sie werden über Sicherheitsmaßnahmen informiert.

Hinzu kommt die aktive Beteiligung in verschiedenen Gremien und Beiräten, ein monatliches Seniorenfrühstück sowie die Selbsthilfegruppe HilDe in Nordenham und Lemwerder, die ein Angebot für Angehörige von Demenzkranken ist. Doch auch darüber hinaus steht die Koordinatorin für alle Fragen zur Verfügung. Sei es das altersgerechte Wohnen, Fragen rund um das Thema Demenz, Medizin oder Sicherheit: Wenn ihre eigenen Kenntnisse nicht ausreichen, vermittelt sie gerne innerhalb ihres Netzwerkes.

Welche Aufgabe haben Seniorenbegleiter?

Viele Senioren wünschen sich oft einfach nur ein offenes Ohr, jemanden zum gemeinsamen Kaffeetrinken oder einen Partner für einen Spielenachmittag. Die Seniorenbegleiter sind genau dafür gedacht – sie sollen den Senioren Zeit schenken. „Dabei können beide Parteien den Rahmen ihrer gemeinsamen Aktivitäten abstecken“, erklärt Susanne Meyer-Klein. Und wenn die Chemie nicht stimmt, vermittelt sie neue Partner.

Wie werde ich ehrenamtlicher Seniorenbegleiter ?

Seniorenbegleiter kann grundsätzlich jeder werden, der bereit ist, etwas von seiner Zeit zum Wohle anderer zu geben. Der erste Schritt ist dann die Teilnahme an einer Schulung. Insgesamt 50 Unterrichtsstunden an 11 Terminen und ein Praktikum über 20 Stunden sind Teil der Ausbildung. Dabei werden Kenntnisse und Inhalte unter anderem aus den Bereichen Psychologie, Soziologie, Medizin und Gesprächsführung vermittelt. Auch ein Erste-Hilfe-Kursus ist Teil der Schulung. Danach erhalten die Teilnehmer ihre Zertifikate und sind bereit für den Einsatz.

Ist die Nachfrage nach Seniorenbegleitern groß?

Die Bilanz des letzten Jahres ist für die Koordinatorin ernüchternd. Derzeit hat sie 50 Freiwillige in der Wesermarsch, die gerne etwas von ihrer Zeit abgeben möchten. Doch die Nachfrage von Senioren lässt deutlich zu wünschen übrig. Von 21 geschulten Begleitern in Nordenham konnte bisher nicht einer vermittelt werden. Die Nachfrage sei einfach zu gering.

Nur 42 Senioren aus dem gesamten Landkreis greifen überhaupt auf das Angebot des Stützpunktes zurück. Dabei sei laut Susanne Meyer-Klein weitaus mehr Bedarf vorhanden. „Ich glaube, es hat mit der Angst zu tun, dass sich etwas verändert, wenn da jemand zu ihnen nach Hause kommt“, vermutet die Koordinatorin. Dabei sei es das oberste Anliegen des Angebotes, dass die Senioren so lange es geht, in ihrem Zuhause bleiben können. „Ich hoffe, die Nachfrage wird noch größer, aber die Senioren müssen es auch wollen und nicht nur deren Angehörige“, sagt Susanne Meyer-Klein.

Fallen Kosten bei der Nutzung der Angebote an?

Die Angebote sind alle kostenlos. „Die Leute müssen sich eigentlich nur melden“, betont Susanne Meyer-Klein. Möglich macht das unter anderem die Freiwilligenakademie Niedersachsen, bei der die Koordinatorin Anträge auf finanzielle Mittel stellt. Auch für die umfangreiche Seniorenbegleiter-Schulung fallen so keinerlei Kosten an. Lediglich das Seniorenfrühstück einmal im Monat kostet 8 Euro.

Wann und wo kann ich mich informieren?

Ein Termin kann jederzeit mit Susanne Meyer-Klein unter der Nummer 04401/ 927623 oder unter Telefon   0173/ 1981358 vereinbart werden. Zu erreichen ist sie außerdem unter der E-Mail-Adresse: susanne.meyer-klein@lkbra.de.

Die nächste Schulung für Seniorenbegleiter beginnt am 24. März in Elsfleth. Bei einem Infotermin am Dienstag, 10. März, um 9 Uhr im Elsflether Rathaus können sich Interessierte ein erstes Bild machen. Danach besteht keinerlei Verpflichtung auch an der Schulung teilzunehmen. Die Koordinatorin bittet jedoch um Anmeldung.

Sarah Schubert Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2466
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.