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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Soziales Angebot in der Wesermarsch: Sie sind für Familien im Einsatz

21.01.2021

Brake /Wesermarsch Sie wollen Familien da unterstützen, wo es Probleme gibt, das hat sich das Team des Projekts „Arbeit und Familie – auf Erfolgskurs in der Wesermarsch“, kurz AuF, zur Aufgabe gemacht. AuF ist ein Angebot zur Unterstützung benachteiligter Familien, Alleinerziehender und Eltern mit Behinderungen sowie deren Kindern, erläutert Projektleiterin Carola Machlitt.

Projekt AuF

Das Projekt AuF bietet Beratungsstellen an drei Standorten: In Brake, Nordenham und Lemwerder. Bei Bedarf werden die Familien auch zu Hause aufgesucht. Die Kontaktdaten:
im Bereich Brake: Bürgermeister-Müller-Straße 35, Projektleitung Carola Machlitt, Telefon 0 44 01/70 76 143, E-Mail c.machlitt@kvhs-wesermarsch.de; Iris Lohmann, Telefon 0 44 01/70 76 143, E-Mail: i.lohmann@kvhas-wesermarsch.de
in Lemwerder: Edenbütteler Straße 5, Petra Stock, Telefon 0421/6 88 61 13, E-Mail: p.stock@kvhs-weserarsch.de;
in Nordenham: Marktstraße 8a, Karl-Heinz Machlitt, Telefon  04401/70 76 126, E-Mail: kh.machlitt@kvhs-wesermarsch.de

Offene Sprechzeiten:
 Lemwerder: mittwochs, 9 bis 12 Uhr;
 Nordenham: mittwochs, 13 bis 16 Uhr;
 Brake: donnerstags, 9 bis 12 Uhr; und nach Vereinbarung.

Das Projekt AuF für benachteiligte Familien wurde bis Juni 2022 durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) bewilligt. Die Förderung erfolgt im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Akti(F) – Aktiv für Familien und ihre Kinder“. Das Förderprogramm wird aus Mitteln des Bundes und des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert. Die KVHS erhielt als eine von niedersachsenweit fünf und bundesweit 39 Einrichtungen den Zuschlag.

Trotz der erschwerten Bedingungen durch die Corona-Pandemie haben in den ersten Projektmonaten bereits 22 Familien die Angebote des Projekts genutzt.

Situation verbessern

Ziel sei es, Eltern bei der Aufnahme einer existenzsichernden Beschäftigung zu helfen, um die Lebenssituation der Familie zu verbessern, um Kindern die Chance auf ein kindgerechtes Aufwachsen zu ermöglichen und um die Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben zu stärken. Los ging es zum 1. Juli 2020, also mitten in der Corona-Pandemie. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Carola Machlitt, Iris Lohmann, Petra Stock und Karl-Heinz Machlitt, stellten bei ihrer Arbeit schnell fest, ein großes Problem ist, dass viele Betroffene gar nicht wissen, dass sie Anspruch auf Hilfen haben oder wo sie diese beantragen können. So würden beispielsweise 60 Prozent der Mittel, die es über Bildung und Teilhabe (BuT) gebe, gar nicht abgerufen, weiß Katinka Seemann, die das Projekt innerhalb der Abteilung Qualifizierung und Integration der KVHS beantragt hatte.

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Häufig wissen vor allem Familien mit Migrationshintergrund nicht, dass Familien mit kleinem Einkommen neben dem Kindergeld auch einen Kinderzuschlag oder Wohngeld beantragen können oder dass es Anträge für Pflegegeld gibt, erläutert Carola Machlitt.

Aber auch, dass sie Hilfsmittel beantragen können, wenn ein Familienmitglied im Rollstuhl sitzt und die Treppen in der Wohnung nicht überwinden kann, wissen viele nicht.

Individuelle Hilfe

So betreut das Team gerade eine Familie mit einer 15-jährigen Tochter, die im Rollstuhl sitzt. In der Wohnung gibt es Treppen, die die 15-Jährige allein nicht überwinden kann. Sie muss getragen werden. Ihre Mutter schafft dies körperlich nicht. Nur der Vater kann die junge Frau die Treppen hinauf tragen. „Wenn der aber nicht da ist, kann das Mädchen weder hoch noch runter“, erzählt Iris Lohmann. Ein Sessellift kostet rund 7000 Euro. Die Krankenkasse übernimmt jedoch nur rund 4000 Euro der Kosten. „Wir haben jetzt alles beantragt und hoffen, dass der Lift spätestens im Februar eingebaut werden kann“, sagt Carola Machlitt.

Wo die Familien Hilfe benötigen, sehen die Projektmitarbeiter oft erst, wenn sie in den Familien sind. Neben der Hilfe bei Anträgen, helfen sie auch bei Bewerbungen, beraten in Fragen der Ernährung, geben Tipps, wie sich die Eltern sinnvoll mit kleinen Kindern beschäftigen können, helfen bei der Organisation der Kinderbetreuung oder verbringen selbst Zeit zum Beispiel mit Kindern mit Behinderungen, damit die Eltern ein paar Stunden Auszeit haben.

Zusätzliches Angebot

Was die Familien wollen und brauchen, wird selbstverständlich mit ihnen abgesprochen. Auch bereits vorhandene Angebote werden berücksichtig. „Wir wollen keinen Institutionen die Arbeit wegnehmen. Wir verstehen uns als zusätzliches Angebot“, sagt Iris Lohmann. So verweisen die AuF-Mitarbeiter zum Beispiel auf andere Institutionen, wenn es dort bereits ein passendes Angebot gibt. „Und wir stellen den ersten Kontakt her, wir drücken den Familien nicht einfach nur eine Nummer in die Hand“, sagt Petra Stock.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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