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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Dafür lassen Kinder Pausen sausen

17.11.2018

Burhave So ein Pastor, der liest nur in der Bibel. Sollte man meinen. Stimmt aber gar nicht. Zum großen Vorlesetag an der Grundschule in Burhave hatte Pastor Klaus Braje am Freitagvormittag jedenfalls Astrid Lindgren mitgebracht: Pippi Langstrumpf auf Platt. Bei den Kindern kam das bestens an.

Bundesweit fand der Vorlesetag am Freitag statt. Die Grundschule Butjadingen hat ihn richtig groß aufgezogen. Lehrerin Grietje Barr hatte das Programm organisiert. Es begann damit, dass die Kinder wie jeden Morgen in ihre Klassen gingen. Da fand aber kein gewöhnlicher Unterricht statt. Vielmehr durften die Jungen und Mädchen sich gegenseitig ihre Lieblingsbücher vorstellen.

Nach einem gemeinsamen Frühstück machten die Schülerinnen und Schüler Bekanntschaft mit einer echten Schriftstellerin. Sarah Welk, die in der Nähe von Varel lebt, las zunächst für die Erst- und Zweitklässler aus einem der Bücher ihrer „Ziemlich beste Schwestern“-Reihe. Anschließend stellte sie den Dritt- und Viertklässlern das Buch „Sommer mit Opa“ vor, das nicht nur der Drittklässler Maximilian Kolossa (8) „total lustig“ fand.

Der Sommer bei Opa und die ziemlich besten Schwestern waren indes nicht die einzigen Geschichten, die die Kinder an diesem Vormittag hörten. Denn es standen noch etliche weitere Vorleserinnen und Vorleser auf dem Programm, denen die Kinder nach Belieben lauschen konnten. Zu ihnen gehörten neben Pädagoginnen der Grundschule sowie Vertretern des Fördervereins auch Klaus Braje mit seiner Pippi Langstrumpf auf Platt sowie Bürgermeisterin Ina Korter, die sich für „iX – Mission Schrottplatz“ entschieden hatte. Die Kinder waren begeistert von all den Geschichten, ließen dafür glatt die Pausen sausen.

Und mit von der Partie waren auch die Leserpatinnen und -paten, die regelmäßig in die Schule kommen, um die Lesefähigkeit von Kindern zu fördern. Für die Grundschule ist das ein äußerst wichtiges Thema, wie Schulleiter Christine Thaden-Decken betont. Denn: Nicht nur in Deutsch, sondern auch in nahezu jedem anderen Fach sei es unabdingbar, lesen und einen Text verstehen zu können. Das gilt sogar für Mathe.

Die Schule hat einen Leseraum eingerichtet. Die Kinder können das Computerprogramm Antolin nutzen, bei dem es darum geht, Fragen zu gelesenen Büchern zu beantworten und dafür Punkte zu sammeln. Und die Jungen und Mädchen bekommen von der Schule einen Leseausweis, der so funktioniert: Wenn die Kinder zuhause mindestens zehn Minuten gelesen haben, erhalten sie von ihren Eltern oder Großeltern eine Unterschrift. Für zehn Unterschriften gibt es eine Perle, die auf eine Schnur gezogen werden kann – und irgendwann ist es dann eine ganze Kette fertig.

Allerdings: Die Schule kann noch so viel tun, um die Lesefähigkeit der Kinder zu fördern, aber „ohne Unterstützung aus dem Elternhaus geht es nicht“, sagt Christine Thaden-Decken. Wenigstens zehn Minuten sollten sich Eltern täglich Zeit nehmen, um ihren Kinder vorzulesen oder sich von ihnen vorlesen zu lassen, so die Schulleiterin.

Tatsächlich stellt Christine Thaden-Decken fest, dass in den Elternhäusern immer weniger vorgelesen wird. Umso mehr genießen es die Kinder, wenn das in Schule passiert. „Das ist für sie eine tolle Erfahrung. Die Kinder mögen das sehr und hängen uns an den Lippen.“

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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