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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Bildung: „Ein bisschen warme Dusche für jeden“

24.05.2016

Nordenham Nicht mehr traurig sein, nichts mehr in sich hineinfressen. Vielmehr alle Sorgen auf kleine Zettelchen schreiben, sie in den Mund des „Sorgenfressers“ legen… und mit einem Ratsch den Reißverschluss schließen. Sorgenfresser nämlich haben ein ganz spezielles Talent: Sie fressen allen Kummer einfach auf, haben den Charme eines Teddybären und den Appetit von Samson aus der Sesamstraße.

Mit viel Fantasie

Während ihrer dreitätigen Projektwoche bastelten sich alle 86 Schüler der katholischen Grundschule St. Willehad mit viel Fantasie aus Chipsrollen, Krepppapier, bunten Fäden und Federn ihre ganz eigenen, liebevoll mit Tusche angemalten Monsterchen. „Das kam bei den Kids supertoll an,“ erzählte Norbert Bröer.

Ebenso wie die mit Sand gefüllten Luftballons als „Wutbälle“, die heftig geknetet werden können, wenn der Ärger einmal besonders groß ist. Oder die anonymen „Kompliment-Heftchen“, in die die Viertklässler für jeden ihrer Mitschüler ein kleines Kompliment schrieben.

„So ein bisschen warme Dusche für jeden,“ beschrieb Stefanie Buschmann. Die beiden Grundschullehrer hatten in diesem Jahr die Organisation des Projekts übernommen und sich unter dem Motto „Prävention“ allerhand einfallen lassen.

Die Bastelstunden und die Sportzeiten, in denen beim „Raufen & Kämpfen“ der kontrollierte Einsatz der Kräfte, das Achten des Gegenübers und das Einhalten von Regeln trainiert wurden, schafften dabei den äußeren Rahmen. Eingebettet darin waren Aktivitäten, für die sich das fünfköpfige St.-Willehad-Lehrerkollegium Hilfe von außen geholt hatte.

Der Hamburger Gewaltpräventologe Jens Mollenhauer beispielsweise übte unter dem Stichwort Streitschlichtung, wie man Streit aus dem Weg geht und Eskalation vermeidet, machte bewusst, welche Folgen es haben kann, wenn man anderen Schaden zufügt und schulte in Rollenspielen spielerisch mit Hilfe von Puppen, die Privatsphäre zu respektieren.

Der Präventionsbeauftragte der Nordenhamer Polizei, Edwin Krüger, veranschaulichte die Gefahren sorglosen Umgangs mit Smartphone, Handy und Internet.

Bilder sprechen

Dabei griff er auf mehrere kleine Filme zurück. Denn, so Edwin Krüger, „Bilder sprechen oft mehr als Worte.“ Er skizzierte, wie schnell sich Gerüchte in sozialen Medien verbreiten können und verwies auf das Recht am eigenen Bild. Er zeigte schließlich auch mögliche Konsequenzen auf, denn bedingt könnten Kinder auch schon ab dem 8. Lebensjahr haftbar gemacht werden.

Sozialtrainerin Anne Allmers las kleine Geschichten vor und versuchte im Gespräch den Kindern bewusst zu machen, wie jemand sich fühlt, wenn er ausgeschlossen oder ausgelacht wird oder man ihm etwas wegnimmt. Sie erarbeitete mit ihnen, wie ein freundliches Miteinander funktionieren kann.

Torsten Renken übte wichtige Erste-Hilfe-Griffe und inszenierte mit den Ablauf eines Notrufes in einer Unfallsituation im Klassenraum.

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