• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Jubiläum: Ein Vierteljahrhundert präventiv aktiv

03.09.2016

Brake „Mein Wunsch ist, dass dieser Arbeitskreis einmal überflüssig wird“, so der stellvertretende Landrat Dieter Kohlmann bei der Feierstunde anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Arbeitskreises gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen im Landkreis Wesermarsch am Freitag im Braker Kreishaus.

Dies verdeutlichte Gisela Braun von der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Nordrhein-Westfalen, die aus Köln angereist war, in ihrem Festvortrag. „Sexuelle Gewalt an Kindern geschieht im Verborgenen über Manipulation“, so die Festrednerin. „Wir müssen dieses Thema zum Thema machen“, betonte Braun, die trotz der ernsten Thematik ihren Vortrag auch mit einer gehörigen Portion Humor ausstattete. „Humor ist eine Kraftquelle. Und Kraft brauchen wir für die Präventionsarbeit“, so die Pädagogin.

25 Jahre im Kampf gegen sexuelle Gewalt an Kindern – Ursula Bernhold, hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Wesermarsch, blickte zurück auf die Anfänge des Arbeitskreises.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Das Thema sexueller Missbrauch rückte seit Mitte der 80er Jahre in die öffentliche Diskussion, nachdem diese Problematik lange Zeit geleugnet oder tabuisiert wurde. Eine Studie aus den Jahren 1990 und 1991 von Sozialwissenschaftlerin Almut Setje-Eilers und Gymnasiallehrerin Petra Schweitzer mit dem Titel „Sexuelle Gewalt gegen Mädchen“ gab seinerzeit den Anstoß für die Gründung des Arbeitskreises.

Ein Foto aus dem Jahr 1992, das die Mitglieder des Arbeitskreises zeigte, sorgte für allgemeine Erheiterung im Publikum. Viele Veröffentlichungen wurden seitdem auf den Weg gebracht, zahlreiche Kurse und Fortbildungen vorgenommen.

„Unsere Arbeit beruht auf drei Säulen“, so Bernhold, „Information, Prävention und Intervention.“ 1997 begann – unter Leitung der Awo-Beratungsstelle in Kooperation mit der Kriminalpolizei – die schulische Präventionsarbeit zum Schutz vor sexueller Gewalt. Ein eigens vom Arbeitskreis entwickeltes Medium ist der Kurzfilm „Die miese SMS“, der 2006 auf Grundlage von Kinderzeichnungen im Rahmen eines Präventionsprojektes im Hort Lemwerder entstand.

Beim Thema Intervention zitierte Ursula Bernhold Albert Einstein: „Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null – und das nennen sie dann ihren Standpunkt.“

„Lassen Sie mich an dieser Stelle hervorheben, dass alle Mitglieder des Arbeitskreises daran arbeiten, ihren Aktionsradius möglichst groß zu halten, beweglich und offen zu sein“, so Bernhold.

Als Dankeschön für die 22 aktiven sowie ehemalige Mitglieder gab es Sonnenblumen im Topf. Anschließend wurde mit alkoholfreiem Sekt angestoßen.

Julia Zube Volontärin / NWZ-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2003
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.