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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Ein Zeichen gegen das Vergessen

04.03.2013

Brake /Winnenden Seit dem 11. März 2012 steht ein beeindruckendes Friedensmonument am Philosophenweg vor dem Braker Gymnasium. Es entstand als Schülerprojekt unter dem Eindruck des Amoklaufs an der Albertville-Realschule in Winnenden am 11. März 2009. Der jugendliche Täter erschoss damals 15 Menschen und sich selbst. Diese Tat wach zu halten in der Erinnerung und jährlich eine Mahnwache zu organisieren, das hat sich der Kreisverband Wesermarsch des Deutschen Roten Kreuzes Rotes (DRK) zur Aufgabe gemacht. Am 11. März soll beim Mahnmal nun von 18.30 bis 19.30 Uhr eine Veranstaltung stattfinden, für die Landrat Michael Höbrink die Schirmherrschaft übernommen hat.

Nach der Einweihung des Monuments vor einem Jahr sei aus der Gruppe heraus die Idee entstanden, künftig immer am Jahrestag von Winnenden eine einstündige Mahnwache abzuhalten, sagt DRK-Kreisgeschäftsführer Peter Deyle. In den Jugendrotkreuzgruppen sei die Kampagne „Bleib cool ohne Gewalt“ zum Thema gemacht worden. Die Mädchen und Jungen möchten laut Peter Deyle auf das Thema aufmerksam machen.

Es sei wichtig, immer wieder an die Tat zu erinnern, um die Menschen zu sensibilisieren, nicht nachzulassen in ihrem Einsatz für eine gewaltfreie Gesellschaft. Neben den eigenen Jugendverbänden des DRK seien daher auch viele andere Jugendverbände – beispielsweise des Technischen Hilfswerks und der Freiwilligen Feuerwehren – angesprochen worden, sich an der Mahnwachs zu beteiligen. Natürlich seien auch die Erwachsenen aufgefordert, sich an der Mahnwache zu beteiligen. Wie groß die Resonanz sein wird, vermag Peter Deyle nicht einzuschätzen. „200 Teilnehmer wäre ein großer Erfolg“, merkt er an.

Am 11. März sollen nur Lieder gesungen und Fackeln sowie Kerzen entzündet werden. Danach herrsche Ruhe, eine Stunde lang, um sich zu besinnen und über die Situation nachdenken zu können. Jedes Jahr, so Peter Deyle weiter, sollte der Tag von Winnenden so in Brake begangen werden. Die Stiftung Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden habe den Bau des Mahnmals unterstützt und werde für die vom DRK organisierte Mahnwache einen Vertreter schicken.

Unter anderem aus dem eingeschmolzenen Stahl von Waffen entstand die Skulptur als Zeichen gegen Gewalt. Die Skulptur entstand unter Anleitung der Sandkruger Künstler Johannes Cernota und Hermann Büsching. Betreut wurde das Projekt von den Lehrerinnen Sina Adler (Kunst/Theater/Deutsch) und Tanja Pautsch (Deutsch/Politik). Stellvertretend für die vielen Beteiligten hatte Sina Adler im Congress-Zentrum Hannover aus den Händen des damaligen Innenministers Uwe Schünemann den „Preis für Zivilcourage“ des Landes Niedersachsen entgegengenommen.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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