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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Zisch: Zeitung statt Deutschbuch auf dem Tisch

26.10.2017

Einswarden Auf den Stundenplänen einiger Schüler der Schule Am Luisenhof steht ab sofort die NWZ. Sie schlüpfen in die Rolle von Journalisten, werden die Zeitung analysieren und eigene Artikel verfassen. Das Kooperationsprojekt „Zeitung in der Schule“ (ZiSch) von der Landessparklasse zu Oldenburg und der Nordwest-Zeitung findet mittlerweile seit 26 Jahren statt. In diesem Jahr sind insgesamt 39 Klassen aus den Landkreisen Ammerland, Wesermarsch und Friesland dabei. Mit gleich vier Klassen (54 Schüler) nimmt die Schule am Luisenhof teil.

In der Klasse 10 H1, in der Ullrich Aits Deutsch unterrichtet, herrschte schon länger der Wunsch, an ZiSch teilzunehmen: „Vor zwei Jahren hat meine damalige zehnte Klasse an dem Projekt teilgenommen. Als die Schüler im Praktikum waren, haben die damaligen Achtklässler die Zeitung gelesen“, sagt der Lehrer. Das Interesse sei schon damals sehr groß gewesen.

Schreibkompetenz

Die 15 Schüler fiebern nun daraufhin, endlich selbst als Reporter für die Zeitung schreiben zu können. „Dies ist gut für die Schreibkompetenz, und weil es so viele verschiedene Textsorten gibt, werden die Schüler durch ZiSch auch gut auf die zentrale Abschlussarbeit am Ende des Schuljahres vorbereitet“, betont Ullrich Aits.

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Er nimmt insgesamt zum fünften Mal am Projekt teil und ist auch mit der Klasse 10 H2 vertreten. „Regionale Themen interessieren die Schüler besonders, aber auch die Sportseiten und die Panorama-Seite werden von ihnen gerne gelesen“, berichtet Ullrich Aits aus dem Schulalltag. Ziel sei, dass sich die zwölf Schüler mit dem Aufbau der Zeitung beschäftigen, diesen kennen und am Ende selbst eine eigene Seite gestalten. „Zudem sollen sie sich später mit dem Wirtschaftsteil beschäftigen und anhand der Langzeitarbeit lernen, ausdauernd einer Aufgabe nachzugehen.“

Organisiert wird das ZiSch-Projekt vom Institut zur Objektivierung von Lern- und Prüfungsverfahren (IZOP) aus Aachen, das solche und ähnliche Projekte in ganz Europa leitet. Das IZOP gibt auch die Themen vor, mit denen sich die Schüler speziell beschäftigen.

Mit der Klasse 10 R1, einer Realschulklasse mit 17 Schülern, nimmt Julia Schmidt an ZiSch teil. Sie hatte das Projekt ihrer Klasse vorgestellt: „Die Schüler empfanden die Idee, mit der Zeitung an einem Thema ihrer Wahl zu arbeiten, sehr motivierend und abwechslungsreich. Deswegen haben wir gemeinsam entschieden, am Projekt teilzunehmen“, sagt die Klassenlehrerin. Die Schüler seien besonders an sportlichen Themen und an den Titelseiten interessiert. „Aber auch die Werbung wird von vielen auf der Suche nach Angeboten durchgeschaut“, weiß Julia Schmidt.

Positiv ist für sie vor allem der Austausch, den die Schüler durch das Projekt erfahren. Jeder Schüler dürfe Artikel auswählen, die gemeinsam gelesen werden. Im Anschluss werde dann in der Klasse darüber gesprochen. „Hauptziel ist, dass die Zeitung als verlässliche Informationsquelle genutzt wird und die Schüler lernen, sich gut zu informieren. Denn wer sich nicht selbst informiert, muss glauben, was andere erzählen“, betont Julia Schmidt.

Thilo Lehmann nimmt mit der 9 R2 teil, in der zwölf Jungen und acht Mädchen im Fach Deutsch unterrichtet. „Die Medienkompetenz wird durch das Projekt gefördert“, sagt der Lehrer, „das ist gerade in dem sehr schnelllebigen Umfeld, in dem die Schüler aufwachsen, sehr wichtig.“ Die kurze Übersicht habe häufig einen größeren Stellenwert, als die aufwendig recherchierte Nachricht. „Dies verleitet dazu, vermeintlich einen Überblick zu haben, verhindert jedoch eine intensivere Auseinandersetzung. Gerade weil die Zeitung eine Distanz zwischen Ereignis und Erscheinen schafft, wird die intensive Beschäftigung mit einem Thema gefördert“, sagt Thilo Lehmann.

Interessen unterstützen

Die Schüler äußerten ganz individuelle Wünsche im Umgang mit der Zeitung, wobei Sport, Regionalsport und regionale Nachrichten als Interessengebiete hervorgestochen seien. „Bestimmte Themen sollen analysiert und der Aufbau der Zeitung untersucht werden“, berichtet Thilo Lehmann.

Zu den Stärken des Projektes zählen seiner Meinung nach die schnelle Identifikation als Regionalzeitung, die in der Lebenswelt der Schüler und ihrer Familien eine Rolle spiele. Zudem würden die Schüler durch die Langzeitarbeit, welche die individuelle Beschäftigung fördere, in ihren Interessen unterstützt. Dies biete den Schülern einen sinnvollen Rahmen bei der Arbeit mit einer Zeitung.

Nils Coordes Redakteur / Newsdesk
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