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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Ausbau für Inklusion geht weiter

26.04.2018

Elsfleth Barrierefreie Zugänge und Rampen, behindertengerechte Toiletten, besondere Beleuchtungskonzepte und effektiver Schallschutz: An den Grundschulen der Stadt Elsfleth hat sich in den vergangenen Jahren schon viel getan, um aus den Grundschulen inklusive Schulen zu machen, die von allen Kindern – unabhängig von Behinderung und Förderbedarf – besucht werden können. Das wurde bei den Ausführungen von Bauamtsleiter Hartmut Doyen im Schulausschuss am Dienstagabend deutlich. Fertig ist man damit noch nicht, die vom Land Niedersachsen gesetzte Frist für die Umgestaltung der Schulen endet aber Ende Juli.

Von jetzt auf gleich konnten die Grundschulen nach der Einführung der inklusiven Schule im Jahr 2012 nicht umgerüstet werden. Vor allem die Aufnahme von Kindern mit dem Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung, Sehen und Hören“ erforderte von den Schulträgern Maßnahmen bei der baulichen Gestaltung und Ausstattung der Gebäude.

Während der eingeräumten Übergangsfrist bis Ende Juli 2018 wurde deshalb für Elsfleth die Grundschule Lienen zur Schwerpunktschule für inklusiv zu beschulende Kinder gemacht. Für die Schwerpunktschule gilt der Grundsatz: Sie muss von jedem Schüler unter zumutbaren Bedingungen erreichbar sein. Dieser Status soll nun bis 2024 verlängert werden – auch um mehr Zeit zu haben, die Schulen optimaler für die Schüler mit Förderbedarf oder einer Behinderung auszustatten. Dafür sprachen sich die Mitglieder des Schulausschusses aus.

Lienen sei Schwerpunktschule geworden, weil das Gebäude als einzige Grundschule der Stadt komplett ebenerdig sei, erläuterte Hartmut Doyen, Leiter des Fachdienstes Planen, Bauen, Verkehr, Umwelt. Dort konnte die Einrichtung der inklusiven Schule besonders schnell vorangetrieben werden. So wurden vor allem Schallschutzdecken und -wände in der Aula, in Klassenzimmern und in den Fluren installiert. „Es geht ja nicht nur um Barrierefreiheit. Autistische Kinder sind zum Beispiel besonders geräuschempfindlich“, so Hartmut Doyen.

Was nun noch fehlt, sind taktile und optische Systeme, um Kindern mit einer Seh- oder Hörbehinderung die Orientierung in den Gebäuden zu erleichtern. Es gebe verschiedene Systeme dazu, so Doyen, man sondiere die Möglichkeiten. Auch weitere Lehr- und Lernmittel sollen angeschafft werden.

Aber auch an den anderen beiden Grundschulen war die Stadt nicht tatenlos: Die Grundschule Moorriem verfügt über einen neuen barrierefreien Zugang in Form einer langen Rampe. Doyen: „Sechs Treppenstufen mussten in der Höhe überwunden werden.“ Der Flur wurde barrierefrei gestaltet, wo vorher ein Putzraum und ein Lehrer-WC waren, befinden sich nun eine behindertengerechte Toilette und Dusche.

In der Grundschule Alte Straße könne völlige Barrierefreiheit hingegen nie erreicht werden, erklärte Bürgermeisterin Brigitte Fuchs. Das gebe das denkmalgeschützte Gebäude nicht her. Probleme gebe es in der Praxis aber nicht, sagte die anwesende Schulleiterin Karen Freels: „Wir konnten immer alles passend organisieren.“

Karen Freels war es auch, die einige Fragen der Ausschussmitglieder zur neuen Schulordnung der Grundschule Alte Straße beantwortete: Die neue Schulordnung wurde gemeinsam mit einer Juristin erarbeitet und soll der Schule vor allem Rechtssicherheit geben. So sind darin zwar auch die guten alten Verhaltensregeln für die Kinder enthalten, aber ebenso Regelungen, die zum Beispiel das Einkassieren von Handys bis zum Unterrichtsende ermöglichen, wenn damit der Unterricht gestört wird.

Anja Biewald Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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