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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Glauben: Martin-Luther-Fanclub im Kindergarten

21.08.2017

Elsfleth Dieser Martin Luther musste nicht auf die Wartburg fliehen, um seinen Häschern zu entkommen. Was vor 500 Jahren seinem alter ego das Leben rettete, war für den Martin des 21. Jahrhunderts ein Kinderspiel: Seit einer Woche gewährt der evangelische Kindergarten an der Peterstraße anlässlich des Lutherjahres der Handpuppe mit dem Luther-Outfit ein freundliches Asyl.

„Bei uns muss er sich nicht verstecken und wir haben ihn gut aufgenommen,“ freuen sich Kita-Leiter Kevin Blohm und Erzieherin Uta Windhorst über den neuen Kameraden der Kinder. Und die Mädchen und Jungen des Kindergartens sind vom schwarz gekleideten Reformator richtig begeistert. Nils und Jacob haben bereits den ersten kleinen „Martin-Fanclub“ gegründet, jeden Morgen machen sie dem Martin ihre Aufwartung und beginnen ein kleines Gespräch über die kleinen Dinge des Lebens. Und wenn die Kindergartenkinder dem neuen Freund ein bisschen zu heftig auf die Pelle rücken macht das gar nicht, der Gast aus Wittenberg verfügt über eine Engelsgeduld. Die Illusion, mit einem lebendigen Wesen zu kommunizieren, ist für die Kinder so gut wie perfekt. Daher entspinnen sich die Dialoge zwischen der Puppe und den Kindern wie von selbst und wenn Luther niest wünscht ihm die ganze Kita-Gruppe „Gesundheit!“

Pünktlich zum Lutherjahr 2017 hat die Herstellerfirma „Kumquat“ Martin Luther in ihr Sortiment aufgenommen, Reformator und Luthers Freund Philipp Melanchthon, sowie Luthers Ehefrau Katharina von Bora sind ebenfalls als Puppen wieder lebendig geworden, aber den Martin hat man solo auf die Reise nach Elsfleth geschickt. „Zuerst einmal sollen die Kita-Kinder ihn ein bisschen kennenlernen“, sagt Uta Windhorst. „Etwa ab September wird er im Forscher-Programm der Vorschulkinder eine wichtige Rolle spielen, indem er kindgerecht und verständlich seine Rolle bei der Reformation erklären wird.“

Und was in 500 Jahren aus seinen Bestrebungen geworden ist, wird die Handpuppe „Martin“ bald bei einem Besuch in der Elsflether St. Nicolai Kirche nachvollziehen können und er wird sich selber begegnen – in der Kirche hängt ein stattliches Porträt des Reformators.

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