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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Ein Heim aus Holz für die Blaumeise

22.03.2019

Elsfleth Ganz vorsichtig setzt Fabienne den Akkubohrer an. Jetzt konzentrieren, die Position halten – und los. Langsam aber zielsicher versenkt die neunjährige Schülerin die Schraube im hellen Holz. „Geschafft“, lobt Hans-Jürgen Junge. Der Elsflether Nabu-Sprecher war am Donnerstag für eine besondere Aktion in die Grundschule Alte Straße gekommen. Mit der Klasse 4 b wurden im Werkunterricht Nistkästen für heimische Singvögel gebaut. Sie sollen später an den Bäumen auf dem Schulhof angebracht werden.

Nistplatz für den Fink

Doch soweit war es am Donnerstag erstmal noch nicht. Eifrig wurden im Werkraum die vorgefertigten Nistkasten-Bausätze verschraubt. Mädchen und Jungs durften abwechselnd an die Bohrer und Kasten für Kasten nahm Gestalt an.

Entschieden hat man sich unter anderem für ein Modell mit 30 Millimeter großem Einflugloch. „Es ist geeignet für kleine Singvögel, also zum Beispiel Meisen, Finken und Rotkehlchen“, erklärt Junge. Auch eine Brutmöglichkeit für Bachstelzen wurde von den Schülerinnen und Schülern zusammengebaut.

Die kennen sich mit den verschiedenen Vogelarten schon ziemlich gut aus. „Ich kenne Blaumeisen, Elstern, Raben – eigentlich alle“, sagt Fabienne stolz. Noch um das Rotkehlchen ergänzt ihr Klassenkamerad Etienne diese Liste. Lehrerin Maraike Kölpin hat mit den Kindern vor der Werkstunde über die Vogelarten gesprochen und ist die einzelnen Exemplare mit ihnen durchgegangen. Und bald können die Schüler selbst schauen, welche Vögel ihre Nistkästen angenommen haben – wenn sie in luftiger Höhe gleich neben dem Spielplatz hängen.

Auch in den anderen Elsflether Grundschulen baut der Nabu-Ortsverband mit den Kindern Nistkästen. In der vergangenen Woche war Hans-Jürgen Junge in Lienen zu Gast, in der kommenden Woche wird in der Grundschule Moorriem gebohrt und gepinselt.

Hilfe für Vögel

Genau rechtzeitig zur Brutsaison kann sich die Elsflether Vogelwelt dann bald über zahlreiche neu gebaute Brutplätze freuen. Künstliche Nisthilfen sind da sinnvoll, wo Naturhöhlen für die Vögel fehlen, weil alte und morsche Bäume nicht mehr vorhanden sind oder weil an Gebäuden geeignete Nischen für den Nestbau fehlen.

Vor der eigenen Haustür

Auch im eigenen Garten oder auf dem Balkon kann man heimischen Vögeln mit einem Nistkasten etwas Gutes tun. Die Brutsaison beginnt jetzt im März. Nisthilfen, am besten aus Holz, werden ab einer Höhe von 2,5 Metern angebracht. In ihrer Nähe sollten keine Klettermöglichkeiten für Fressfeinde vorhanden sein. Gut geeignet sind deshalb auch Wände oder Mauern. Die Öffnung sollte nach Osten oder Südosten zeigen. So sind die Vögel vor Hitze und Regen geschützt.


  www.nwzonline.de/tv 
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Friederike Liebscher Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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