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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Lesen erweitert den Wortschatz

05.06.2019

Elsfleth Die Lesesozialisation von neuzugewanderten Kindern positiv zu beeinflussen und ihre Bildungschancen von neuzugewanderten Kindern positiv zu beeinflussen und zu erhöhen, haben sich die Bildungsregion und die Bürgerstiftung Wesermarsch jetzt vorgenommen und finanzieren gemeinsam das von der Fachgruppe für Elementar- und Primarbildung der Bildungsregion initiierte Projekt „Wortschätze – Begegnungen wie aus dem Bilderbuch“.

In 16 Bibliotheken

Allen sechzehn öffentlichen Bibliotheken im Landkreis wird dabei ein Gutschein in Höhe von 250 Euro zur Beschaffung zweisprachiger Büchern zur Verfügung gestellt, die sich auf kindgerechte Weise mit den Themen Flucht und Migration beschäftigen. Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Gutscheins ist die Ausrichtung einer niedrigschwelligen Veranstaltung, auf der die Bücher zum Einsatz kommen.

Zweisprachige Kinderbücher sind in den vergangenen Jahren von vielen Verlagen herausgegeben worden. Das Repertoire reicht von altbekannten Klassikern wie den Geschichten von Janosch bis hin zu ersterschienenen Werken, die sich mit dem ersten Zoobesuch oder den Verkehrsregeln in Deutschland beschäftigen. Die zweisprachigen Bücher sind jeweils so aufgebaut, dass der Text rund um die Illustrationen in Deutsch und einer weiteren Sprache steht, was das zeitgleiche (Vor-)Lesen und Übersetzen ermöglicht.

Projekte seit 2005

„Dass sich das Vorlesen im frühsten Kindesalter positiv auf den Spracherwerb, das Sozialverhalten und den langfristigen Bildungserfolg auswirkt, ist ja bereits seit Jahren empirisch belegt. Deshalb unterstützen wir das Projekt gerne“, sagt Rieke Wiesensee, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Wesermarsch. Die Bürgerstiftung unterstützt seit 2005 gemeinnützige Projekte im gesamten Landkreis und fokussiert besonders auf die Kinder- und Jugendförderung.

Lob vom Stiftungsrat

Viel Lob für das Projekt gab es deshalb auch von Imke Janssen und Christiane Thürlings aus dem Stiftungsrat, die sich gemeinsam mit Katja Schaeffer (Mitarbeiterin im Bildungsbüro des Landkreises) und Wolfgang Böner (allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin der Stadt Elsfleth) vor Ort selbst ein Bild von dem Einsatz der zweisprachigen Bücher in der Stadtbücherei Elsfleth gemacht haben.

Montags wird gelesen

Jeden ersten Montag im Monat liest Zeina Issa hier aus den neuangeschafften Büchern auf Deutsch und Arabisch vor, was von den Kindern gut angenommen wird, bei denen Deutsch zuhause häufig nicht als Erstsprache gesprochen wird. Zum einen können dabei Sprachbarrieren spielerisch überwunden werden, zum anderen fühlen sich die Neuzugewanderten in ihrer (sprachlichen) Identität akzeptiert und wertgeschätzt.

Alle profitieren

Barbara Gundlach, die die Bücherei leitet und auch die Bücher ausgewählt hat, hofft darauf, dass sich neuzugewanderte und in Deutschland geborene Kinder zukünftig verstärkt gemeinsam mit den Büchern auseinandersetzen: „Vom Vorlesen profitieren alle. Sowohl die Inhalte der Bücher als auch die realen Begegnungen hier vor Ort haben das Potenzial, gegenseitiges Verständnis und Toleranz zu fördern und langfristig das Gemeinschaftsgefühl zu stärken“. Für den Sommer ist deshalb unter anderem ein zweisprachiges Bilderbuchkino in der Stadtbücherei geplant.

Eltern machen mit

Katja Schaeffer, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte des Landkreises, wünscht sich darüber hinaus, dass auch Erwachsene durch den niedrigschwelligen Zugang über örtliche Büchereien indirekt von den Büchern profitieren: „Wir legen im Bildungsbüro großen Wert auf den Einbezug der Erziehungsberechtigten. Gerade Eltern, die noch nicht so gut Deutsch sprechen, werden von den Bildungsinstitutionen oftmals unbewusst in eine passive Rolle gedrängt“, so Katja Schaeffer.

Wortschatz erhöhen

Durch die Bücher werde allen alphabetisierten Eltern ermöglicht, die Bildungsbiografie ihrer Kinder aktiv und positiv mitzugestalten, betont die Bildungskoordinatorin. „Gemeinsames Lesen macht ja nicht nur Spaß, sondern erhöht immer auch den Wortschatz und die Sprachkompetenz.“

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