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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Bildung: Eltern drohen mit rechtlichen Schritten

15.01.2016

Abbehausen In ihrem Schreiben lassen die Eltern keinen Zweifel daran aufkommen, dass es ihnen ernst ist. Sehr ernst. Einige haben sogar schon einen Anwalt zu Rate gezogen, um gegebenenfalls mit rechtlichen Schritten gegen den drohenden Unterrichtsausfall vorzugehen. „Es ist nicht vor fünf vor zwölf, sondern fünf nach zwölf“, heißt es in dem Brief, den Svenja Slomka und Dörte Kohnke am Mittwoch per E-Mail an die Landeschulbehörde geschickt haben. Die beiden Vorsitzenden des Schulelternrates bringen ihren Unmut darüber zum Ausdruck, dass kein Nachfolger für die am 1. Februar ausscheidende Rektorin Evelyn Dannheim-Sausner in Sicht ist. Zudem befürchten sie erhebliche Probleme, weil sich in dem Lehrerkollegium ein Personalnotstand abzeichnet.

Evelyn Dannheim-Sausner (65), die seit 2008 die Abbehauser Grundschule leitet, hat ihren Wechsel in den Ruhestand extra um ein halbes hinausgezögert, um der Schulbehörde mehr Zeit für die Suche nach einem neuen Rektor zu geben. Doch gebracht hat das nichts. Auf die Stelle, die schon zweimal ausgeschrieben wurde, ist bislang keine Bewerbung eingegangen.

Die Eltern haben die Sorge, dass die Schulleitung auf unbestimmte Zeit verwaist bleiben könnte. Und damit wäre ihrer Meinung nach die beabsichtigte Einführung der Ganztagsbetreuung zum neuen Schuljahr stark gefährdet. „Das lange geplante und von Ihnen geförderte Projekt löst sich dann in Luft auf“, betonen die Elternratsvorsitzende Svenja Sloma und ihre Stellvertreterin Dörte Kohnke. Ihr Schreiben haben sie an die zuständige Fachdezernentin Katrin Thiesen und an den Personaldezernenten der Landesschulbehörde, Stephan Hagemann, gerichtet.

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Die Eltern, die nach eigenen Angaben schon mehrfach wegen der Neubesetzung der Schulleiterstelle nachgehakt haben, wollen sich nicht mehr vertrösten lassen. Die von der Landesschulbehörde selbst gesetzten Erklärungsfristen seien jeweils erfolglos verstrichen. Nun sei es höchste Zeit, etwas gegen die „prekäre und unhaltbare Situation“ zu unternehmen.

Die Sorge, dass es in Abbehausen zu einer Unterversorgung mit Unterricht kommen könnte, leiten die Elternvertreter aus der Tatsache ab, dass neben der Rektorin Evelyn Dannheim-Sausner auch der Lehrer Oliver Vorwerk die Schule verlassen wird. Er tritt im Februar eine Elternzeit an. „Dadurch fehlen insbesondere die Fachstunden in Mathematik und – ganz gravierend – die Sport- und Schwimmstunden“, schreiben die Eltern mit dem Hinweis, dass Oliver Vorwerk der einzige Sportlehrer im Kollegium ist.

Nach den Berechnungen der Eltern ist ab Februar ein Fehlbedarf von 27,5 Lehrerstunden zu erwarten. In der Folge würden unter anderem die Förderstunden sowie der Sport- und der Schwimmunterricht ausfallen. Bei anderen Angeboten käme es zu beträchtlichen Kürzungen. Womöglich müssten die Schulanfangs- und -schlusszeiten geändert werden.

Auf Nachfrage der NWZ  machte die Dezernentin Katrin Thiesen am Donnerstag deutlich, dass sie Verständnis für die Sorgen der Eltern habe. Jedoch sei die Situation nicht so dramatisch, wie vom Elternrat dargestellt. „Wir arbeiten an einer Lösung und werden eine finden“, sagte sie zur Neubesetzung der Rektorenstelle an der Grundschule, die zurzeit von rund 120 Kindern besucht wird.

„Die Schule wird nicht ohne Leitung dastehen“, betonte die Dezernentin und deutete an, dass notfalls eine kommissarische Besetzung der Stelle in Betracht komme. Bezüglich der Unterrichtsversorgung sei inzwischen eine Vertretungsregelung auf den Weg gebracht worden.

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Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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