• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Eltern fühlen sich verschaukelt

24.02.2017

Atens Eltern von Grundschulkindern in Atens und von Kindergartenkindern, die nach den Sommerferien eingeschult werden, fühlen sich von der Stadt verschaukelt. Das ist am Donnerstag in einem Gespräch mit der NWZ deutlich geworden. Der Grund: Aus dem Start der offenen Ganztagsgrundschule zum 1. August dieses Jahres wird vorerst nichts. Die Stadt hat zurzeit kein Geld für den geplanten Anbau und die Einrichtung einer Mensa, für die insgesamt 350 000 Euro veranschlagt sind.

Die Eltern können diese Kehrtwende nicht nachvollziehen. Denn im Juni vergangenen Jahres hatte der Stadtrat einmütig den Antrag der Grundschule auf Umwandlung in eine offene Ganztagsschule zum 1. August dieses Jahres befürwortet und beschlossen, dass dafür auch ein Anbau erforderlich ist.

„Die Enttäuschung ist riesig“, sagt Martin Walser, der als einer von vier Elternvertretern dem Schulvorstand angehört und auch Mitglied im Stadt- und Kreiselternrat ist.

„Eine Elternbefragung ist schon im Oktober 2015 auf gute Resonanz gestoßen. 44 Eltern wünschten sich ein Ganztagsangebot. Sie haben jetzt große Probleme“, beklagt Kirstin Knötig, die ebenfalls dem Schulvorstand angehört.

„Wir haben immer nach Rücksprache mit der Stadtverwaltung gehandelt. Stets hatte es geheißen ’Ja, wir wissen, dass das etwas kosten wird, plant weiter’“, bringt Claudia Nungesser, Vorsitzende des Fördervereins der Atenser Grundschule, ihre Enttäuschung zum Ausdruck. Sie fügt hinzu: „Die Kinder kommen mal wieder zu kurz. Die Stadt hat uns Zusagen gemacht, an die sie sich jetzt nicht halten will.“

„In Kindergärten ist bereits über das neue Ganztagsangebot informiert worden und jetzt plötzlich hat die Stadt kein Geld mehr dafür, das ist nicht nachvollziehbar“, bedauert auch Kirsten Bollig. Sie hat Glück gehabt und für ihren Sohn den letzten freien Platz in der auch für Grundschulkinder eingerichteten Nachmittagsgruppe in der benachbarten Kindertagesstätte Atenser Butscher bekommen. Für weitere der vielen berufstätigen Elternteile sei diese – kostenpflichtige – Alternative aber jetzt versperrt.

Die Elternvertreter befürchten darüber hinaus, dass bei fehlendem Ganztagsangebot in Atens viele Eltern die Südschule bevorzugen werden und die Atenser Schule nach und nach ausblutet.

Alle Elternvertreter sind sicher: Der Vorschlag der CDU-Ratsmitglieder Sabine Dorn und Torsten Lange bietet keine Alternative zu einer Mensa an der Grundschule.

Die CDU-Politiker hatten vorgeschlagen, Grundschüler könnten die geplante neue Mensa an der Oberschule I nutzen. Die Atenser Eltern halten das für keine gute Idee, weil der Fußweg hin und zurück etwa eine Stunde in Anspruch nehmen würde und Mahlzeiten nicht hastig eingenommen werden sollten. Folglich würde viel Zeit für Nachmittagsangebote verloren gehen.

Eine von der Stadt in Auftrag gegebene Alternativplanung eines Architekten sieht einen Verzicht auf einen Mensa-Anbau in Atens vor. Stattdessen könnten ein Bewegungsraum, ein Musikraum und Klassenräume zu einer Mensa umgebaut werden.

Die Elternvertreter sind offen für jeden realistischen Vorschlag, fordern aber, dass die Stadt nicht vom Start der offenen Ganztagsschule am 1. August abgerückt. Und: Sollte die Stadt die Alternativplanung für finanzierbar halten, müssten Container als Ersatz für verlorene Funktionsräume angeschafft werden.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
04731 9988 2206
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.