• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Jubiläum: Erinnerungen an vergangene Schultage

21.02.2015

Brake Gute Erinnerungen haben Cornelia Buchholz-Husseini und Petra Weickel an ihre Schulzeit in der Realschule. Wenn sie – damals noch als „Gäste“ – im Gebäude des Alten Gymnasiums in Brake dem Unterricht lauschten, waren sie glücklich, hier zur Schule gehen zu dürfen. Denn das war für die Braker Jugendlichen vor 1965 nicht möglich gewesen. Sie mussten noch mit dem Bus in angrenzende Orte gefahren werden.

Daran erinnern sich die beiden ehemaligen Schülerinnen noch ganz genau – und auch daran, dass das Richtfest für den Neubau der Braker Realschule erst 1972 gefeiert wurde. „Viele Braker besuchten vor 1965 die Schule in Rodenkirchen“, erzählt Cornelia Buchholz-Husseini bei dem Gang durch die Flure des Alten Gymnasiums an der Kirchenstraße, in dem sie zeitweise unterrichtet wurde. Sie und Petra Weickel zählen zu den ersten Schülerinnen, die auf die Braker Realschule gingen. Mit nur zwei fünften Klassen begann das Abenteuer im Jahr 1965. 58 Schülerinnen und Schüler gehörten zum ersten Jahrgang.

Jedes Jahr erweitert

Mit jedem Jahr erweiterte sich die Realschule um zwei Klassen, doch bis zur Abschlussprüfung im Jahre 1970 lief die Schule nur auf Probe. Zu dieser Zeit besuchten schon über 350 Schüler die Schulform.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Im ersten Jahr wurde in zwei Räumen in der mittlerweile geschlossenen Kreisberufsschule unterrichtet. Später folgten dann kleinere angemietete Klassenzimmer im Alten Gymnasium oder in einem Gebäude in der Bahnhofstraße, in der damals die Tanzschule Beuss untergebracht war.

Richtige Klassenzimmer gab es nicht überall, die Freude war deshalb umso größer, wenn es ins Alte Gymnasium ging. „Hier zum Beispiel war mal unser Schulgarten“, zeigt Cornelia Buchholz-Husseini auf eine Ecke im Pausenhof, wo nun Holzbänke stehen. „Daran kann ich mich nicht mehr erinnern“, entgegnet Petra Weickel. Es sei schließlich auch schon etwas länger her, lacht sie.

An die Chorproben in der Aula erinnern sich jedoch beide. „Zu Weihnachten haben wir immer im Krankenhaus gesungen“, berichten die Freundinnen.

Unter Schulleiter Peter Wendt starteten die ersten beiden Klassen. „Besonders spannend war, dass wir an einem Tag manchmal in jeder Pause die Schule tauschten“, erzählt Cornelia Buchholz-Husseini. Dann rannten die Jungen und Mädchen durch die Innenstadt – einen Bustransfer gab es nicht. „Das war schon interessant, denn das war in anderen Schulen nicht üblich“, sagt Petra Weickel.

Neben diesen Besonderheiten durfte natürlich das Lernen nicht zu kurz kommen. Vorbildlich lernten die Schüler gemeinsam. „Wir hatten immer eine besondere Freundschaft zu den anderen Schülern, die eigentlich in den Gebäuden unterrichtet wurden. Manchmal haben wir uns auch in einem Lokal getroffen und miteinander gepaukt“, erzählt Cornelia Buchholz-Husseini. So machten knapp 40 Jugendliche 1970 ihren Abschluss.

Viele Veränderungen

Das 50-jährige Bestehen der Realschule wollen die ehemaligen Schüler gebührend feiern. Am 20. Juni treffen sie sich zum Tanzen und Klönen. Los geht es um 14.30 Uhr an der Kaje.

Auch die heutige Sekretärin der IGS wird anwesend sein: Christl Bahlmann. Sie machte ebenfalls 1970 ihren Abschluss. Seit den 90er Jahren ist sie an der Schule als Sekretärin tätig. „Die Schule hat sich sehr verändert“, sagt sie. Aus den anfangs 58 Schülern seien jetzt mehr als 700 geworden. „Das ist etwas Neues, so viele Schüler zu haben.“ Zum 50-jährigen Bestehen werde jedoch nichts organisiert, so die Sekretärin.

Cornelia Buchholz-Husseini und Petra Weickel werden mit ihren Mitschülern auf das Jubiläum anstoßen – und dann von ihrem jetzigen Rundgang durch die ehemaligen Klassenräume erzählen.

Bereits 1863wird in Brake eine Höhere Bürgerschule eröffnet. 1907 wird die Umwandlung dieser Schule in eine Realschule genehmigt. 1910 wird das Realschulgebäude an der Kirchenstraße fertiggestellt.

1919 wird der Ausbau der Realschule zur Oberrealschule genehmigt. Damit endet die Geschichte der ersten Realschule in Brake.

Der Rat der Stadt Brakebeschließt 1964 die erneute Errichtung einer Realschule. Zuvor mussten die Braker Kinder nach Elsfleth oder Rodenkirchen.

Am 1. April 1965nimmt die Realschule im Aufbau Brake den Unterricht mit 58 Schülerinnen und Schülern in zwei Klassen wieder auf.

Erst 1969wird der Neubau eines Realschulgebäudes beschlossen. Zu diesem Zeitpunkt besuchen bereits 316 Jugendliche in elf Klassen die Realschule.

Der erste Jahrgang macht im Jahr 1970 seinen Abschluss.

Das Richtfestfür den Neubau der Realschule findet 1972 statt.

Christoph Tapke-Jost Redakteur / Newsdesk
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2017
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.