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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Bewerbung: Erster Blick fällt aufs Zeugnis

27.01.2017

Rodenkirchen Nicht nur die Augen von Torben Heinen sind auf Jerrit König gerichtet, sondern auch die seiner mehr als 20 Klassenkameraden. Der Neuntklässler führt ein Vorstellungsgespräch, und der Druck ist gewollt: Nach den Zeugnisferien müssen sich die Oberschüler bewerben, und dafür will sie ihre Schule fit machen.

Das ist auch dringend nötig, betonen alle drei anwesenden Personalchefs, denen sich die Schüler nach drei Tagen intensiven Trainings stellen: Silvia Harms, Personalleiterin bei Barghorn in Brake, Jennifer Prieske, Personalreferentin bei J. Müller, ebenfalls Brake, und eben Torben Heinen, Personalchef bei Thieling Landtechnik in Augustgroden. „Das Niveau der Schüler wird von Jahr zu Jahr geringer“, sagt Jörg Naß, der Berufsstartbegleiter der Schule.

Deshalb hier jetzt die wichtigsten Tipps der Personalchefs:

 Worauf kommt es an? „Der erste Blick fällt aufs Zeugnis – vor allem auf das Arbeits- und Sozialverhalten und die unentschuldigten Fehltage“, sagt Jennifer Prieske. Bei Silvia Harms gibt es vier Töpfe. In den Topf A kommen die Bewerber mit guten Kopfnoten und ohne unentschuldigte Fehltage. Wer wenige unentschuldigte Fehltage hat, kommt in Topf B, aus dem Bewerber eingeladen werden, wenn Topf A erschöpft ist. Die Bewerber aus den Töpfen B und C bekommen keine Chance. Wichtig ist auch der Lebenslauf.

 Das Anschreiben: Es ist weniger wichtig als Zeugnis und Lebenslauf, sagt Silvia Harms, sollte aber dennoch sorgfältig und individuell formuliert werden. Rechtschreibfehler werden bei Bewerbungen für kaufmännische Berufe nicht akzeptiert, sagt Jennifer Prieske, bei gewerblichen Berufen ist sie nicht ganz so streng. Schüler sollten ihren Eltern die Bewerbungen zeigen, bevor sie sie abschicken.

Serienbewerbungen fallen schnell unangenehm auf. Es reiche nicht, einfach nur Beruf und Namen des Ansprechpartners auszutauschen – und gelegentlich werde auch das noch vergessen.

Generell sollte die Bewerbung sauber und ordentlich in einer Mappe präsentiert werden – auch das ist keine Selbstverständlichkeit.

 Online-Bewerbung: Sie ist eine gute Alternative zur Mappe, muss aber genauso ordentlich verfasst sein. Einige Unternehmen schickten Mappen nicht an die abgelehnten Bewerber zurück, sagt Torben Heinen; das könne für die Schüler teuer werden. Schon deshalb habe eine Online-Bewerbung Vorteile.

 Informiert sein: Wer gut vorbereitet in ein Vorstellungsgespräch geht und auch einige Fragen stellen kann, hat bessere Aussichten, rät Torben Heinen. Nicht selten ist er entsetzt, wie wenig Schüler sich über den Beruf informieren, den sie ein Leben lang ausüben wollen. „Wenn ihr ein Handy kauft, wisst ihr doch auch, welches Modell ihr wollt und welche Vorzüge es bietet.“

 Einkommen: Schüler sollten nicht fragen, wie viel Geld sie verdienen; das wirke plump, sagt Torben Heinen. Stattdessen sollten sie sich im Internet über die Tarife informieren und beim Vorstellungsgespräch fragen, ob das Unternehmen diese Tarife einhalte und vielleicht sogar Sonderleistungen biete. „So eine Frage ist völlig in Ordnung und zeigt das Interesse des Schülers.“

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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