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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Goethe-Gesellschaft: Es zählt das Glück der Freundschaft

18.02.2012

NORDENHAM Mit kraftvoller Stimme Friedrich Schillers Ballade Die Kraniche des Ibykus rezitierend, dabei die Worte mit ausladender Gestik und beeindruckender Mimik unterstützend, fesselte Helga Ziaja die rund 100 Zuhörer in der Aula des Gymnasiums Nordenham am Donnerstag. „Man liebt nur, was einen in Freiheit setzt“, lautete das Programm. Es war bereits ihr zweiter literarischer Abend auf Einladung der Goethe-Gesellschaft.

Kurzweiliger Abend

Und ein überaus kurzweiliger und informativer Abend dazu: Denn Helga Ziaja beschränkte sich nicht nur darauf, wichtige Abschnitte aus dem Leben von Friedrich Schiller in bestechender Spiel- und Rezitierfreude vorzutragen. Die Theaterschauspielerin spickte ihr Programm mit Zitaten und ganzen Passagen aus Schillers umfangreichen Werken. Diese Mischung kam sehr gut an beim Publikum, das mehrfach spontan Beifall spendete.

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Friedrich Schiller war dank Helga Ziaja im großen Saal beinahe selbst präsent. Mit bestechender Hingabe und ansteckender Begeisterung trug sie beispielsweise die Ballade von den Kranichen des Ibykus vor, ganz so, als seien die Zuhörer selbst Zeugen seiner Wanderung und des Mordes in einem Fichtenwald. Spannung aufbauend, die Betonung stets zum richtigen Zeitpunkt verändernd, zog sie alle in ihren und Friedrich von Schillers Bann. Mit ihrer roten Stola, dem offen getragenen dunklen Haar und ihrer energisch-zupackenden Art glich sie einer Darstellung der Jeanne d’Arc, für die Freiheit des Individuums bis hin zur Selbstaufgabe kämpfend.

Ode an die Freude

In ihrer Art der Darstellung manifestierte sich das Thema des Abends. Die Ode an die Freude ist zwar eines der berühmtesten Gedichte von Friedrich Schiller. Seinen Weltruhm begründete der Dichter jedoch mit seinem Theaterstück „Die Räuber“. Er hätte zuvor William Shakespeare mit ununterbrochenem Eifer studiert, merkte Helga Ziaja an. Allein den King Lear hätte er 16 mal gelesen. Nach der Uraufführung der Räuber am 13. Januar 1782 in Mannheim sei Friedrich Schiller mit einem Schlag berühmt gewesen, sagte sie, um danach aus einer Zeitung zu zitieren.

Zu wahren Tumulten sei es in der zweiten Szene des dritten Aktes gekommen, als der Räuberhauptmann als Rächer auftauchte. Das rebellische Stück war nach ihren Worten ein Aufschrei gegen die Unterdrückung, „das Kultstück einer jungen Generation wie zehn Jahre zuvor der Werther von Johann Wolfgang von Goethe“. Helga Ziaja ging, wie könnte es auch anders sein, noch ausführlich auf die Tiefe Freundschaft von Schiller und Goethe ein, die sich gegenseitig zu neuen Werken antrieben. Auch erwähnte sie den Erfolg des Dichterfürsten, der als Professor für Geschichte und Philosophie an der Universität Jena für Furore sorgte. Und Schillers Wallenstein, die Trilogie beendete der Dichter im Jahr 1799, sei das bis dahin größte Theaterereignis in Deutschland gewesen.

Für Friedrich Schiller zählte das Glück der Freundschaft, sagte Helga Ziaja. Seine Anziehungskraft sei sehr groß gewesen. „Er hielt alle fest, die sich ihm näherten“, soll Johann Wolfgang von Goethe über seinen Freund gesagt haben.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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